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Weihnachtsbäume: Wo geht der Trend in diesem Jahr hin?

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Weihnachten ohne Baum ist kaum vorstellbar und der offizielle Verkauf hat begonnen. Tannenbaumproduzent Mathias Galm aus dem Odenwald erzählt, was uns dieses Jahr erwartet.

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Kosten für Tannenbäume bleiben hoch

Nachdem 2021 Güter wie Lebensmittel und Sprit deutlich teurer geworden sind, werden auch die Weihnachtsbäume nicht günstiger. Die Preise bleiben zum Vorjahr gleich, doch leider mussten wir schon da tiefer in die Tasche greifen.

Der Trend geht zum kleineren Baum

Aus Sicht der Weihnachtsbaumerzeuger fällt auf, dass die Menschen beim Kauf zunehmend zu kleineren Bäumen tendieren. Grund dafür könnte die hohe Zahl an Single-Haushalten und kleineren Wohnungen sein. Die durchschnittliche Baumgröße gehe in Richtung 1,50 bis 1,75 Meter. Der Baum sollte schlank sein und wenig Platz wegnehmen.
 
In Deutschland werden laut Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger jährlich 23 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Ein Baum mit einer Größe von 1,75 Meter bis 2 Meter braucht ungefähr zehn Jahre bis er ausgewachsen ist.

Gute Voraussetzungen

Ein Frühjahr ohne Spätfrost und ein feuchter und nicht zu heißer Sommer lassen die Tannen saftig grün erstrahlen. Und auch die Frosttage im Oktober und November haben den Bäumen geholen, mit der Vegetation abzuschließen und das führt dazu, dass die Bäume in den warmen Häusern nicht so früh anfangen zu nadeln.

Für unsere Weihnachtsbäume war es ein super Jahr, so Mathias Galm.

Welcher Baum ist der richtige?

Ein Baum der schlank gewachsen ist und füllige Äste trägt widerspricht sich eigentlich selbst, trotzdem ist diese Form am beliebtesten und die Verkäufer schneiden ihre Tannen in Form.
Auch die Dekoration spielt bei vielen eine Rolle, da hilft es, wenn die Äste etwas offener gewachsen sind. So lassen sich echte Kerzen und Baumkugeln besser verteilen.

Aber auch Tannen, die anders aussehen, als alle anderen sind immer beliebter. So wollen Kunden auch den schief geratenen Bäumen einen Platz für Weihnachten geben. Da eignet sich zum Beispiel eine Nobilistanne gut. Der Baum hat einen ungleichmäßigen Wuchs und keine Tanne sieht so aus, wie eine andere. Außerdem zeichnet sie sich durch ihre stabilen Äste aus und kann so schweren Weihnachtsschmuck gut tragen. Die Nadeln sind weich und stechen kaum und fangen erst spät an abzufallen.

Der Duft der Tannen wird auch immer wichtiger. So ist die Blautanne - der Baum der 80er und 90er Jahre - wieder im Kommen. Durch die harten Nadeln ist die Blautanne in Vergessenheit geraten, doch ihr unschlagbarer Gerucht holte sie wieder zurück in die Wohnzimmer. Auch gut, um Kinder oder Haustiere von abzuhalten, am Baum zu spielen. Einmal an die Nadeln gekommen und gepieckst, bleibt man anschließend lieber vorsichtiger.

Die Nordmanntanne hat sich in den letzten Jahren zum Verkaufsschlager entwickelt. Die kräftigen Äste können gut schweren Schmuck tragen und auch nach mehreren Wochen bei Raumtemperatur ist der Baum noch schön anzusehen.

Günstig, aber nicht so lange haltbar hingegen ist die Fichte. Sie hat einen buschigen Wuchs, dünne Äste sowie dunkelgrüne und nur leicht stechende Nadeln.
In warmen Räumen verliert sie allerdings schnell ihre Nadeln und eignet sich nur für wenige Tage.

Wer sich für eine Kiefer entscheidet, kann eigentlich nichts falsch machen. Doch ist sie bei uns nicht so beliebt.
Die sattgrünen und schönen Nadeln sind sehr lange haltbar. Schwierigkeiten beim Schmücken bekommt man vielleicht durch die langen Nadeln. Sie duftet sehr stark und hat einen ungewöhnlichen Wuchs.
 

Für mich ist es ein Traumberuf. Zu sehen, wie isch alle freuen die Bäume anzusehen und mitzunehmen. Das macht mich schon glücklich, schwärmt der Verkäufer aus dem Odenwald.

Tanne gesucht?
Die Verkäufer gehen optimistisch in die Verkaufszeit und merken, dass sich die Leute auf die Adventszeit freuen und dem Baumkauf entgegen fiebern. Daher erwarten die Händler eine stressige, aber auch tolle Verkaufssaison. 
Die Menschen sind mehr zuhause und der Baum wird immer mehr zum Adventsbaum und wird nicht mehr nur als Weihnachtsbaum gesehen.

Der Christbaumverband aus Baden Württemberg hilft bei der Suche nach der perfekten Tanne.

 
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