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Wolfsstunde: Wieso man um 3 Uhr morgens aufwacht!

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Es ist ein Phänomen, denn viele Menschen wachen immer wieder zwischen 3 und 4 Uhr morgens auf und können hinterher nicht mehr einschlafen. Doch dafür gibt es einen medizinischen Grund. Aber was genau passiert in der „Stunde des Wolfes“ und welche Tipps helfen dabei?

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Warum wachen wir nachts auf?

Viele Menschen leiden im Laufe ihres Lebens unter Schlafstörungen. Manche können schlechter einschlafen und andere haben damit keinerlei Probleme. Es gibt allerdings Phänomene, die Schlafexperten häufiger beobachtet haben. Unter anderem die „Wolfsstunde“. Das ist also kein Zufall, dass du nachts häufig zwischen 3 und 4 Uhr aufwachst, denn das Aufwachen hängt mit unserem Hormonspiegel (Melatonin, Serotonin und Cortisol) zusammen.
 
Melatonin ist uns als „Schlafhormon“ bekannt, das unser Körper bei Dunkelheit ausschüttet und danach in das Wohlfühlhormon Serotonin umwandelt. Cortisol wird gebildet, um uns vor Stress zu schützen. Um daher gut schlafen zu können, muss Letzteres weder zu hoch noch zu niedrig sein. 
 
Wenn dann das Hormon Melatonin um 3 Uhr morgens hochaktiv ist, während Cortisol- und Serotonin-Spiegel stückweise sinken, können die Hormone und somit der Schlaf-Wach-Rhythmus ins Ungleichgewicht kommen. Wenn wir anschließend wach werden, sind wir besonders anfällig für negative Gefühle wie Angst und Pessimismus. Wir wachen also während dieser Phase in der Nacht nicht nur leichter auf, sondern wir schlafen auch schwieriger wieder ein, da uns das Wohlfühlhormon fehlt und wir dadurch schneller ins Grübeln kommen.
 
Warum der Name „Wolfsstunde“?
 
Die Bezeichnung „Wolfsstunde“ stammt höchstwahrscheinlich aus dem Altertum und soll die Zeitspanne in der tiefsten Nacht bezeichnen, in der außer den nachtaktiven Wölfen niemand wach ist.
 
Tipps: Was hilft, um nachts wieder einzuschlafen?
 
1. Atemübungen: 
 
Wer sich auf seine Atmung konzentriert, der hat hohe Chancen wieder einzuschlafen. Atme dafür ca. vier Sekunden ein, halte den Atem vier Sekunden und atme wieder vier Sekunden lang aus. Diese Atemtechnik wirkt sich positiv auf dein vegetatives Nervensystem aus und kann dein Cortisol-Spiegel wieder erhöhen.
 
2. Aufstehen:

Die Atemübung hilft dir nicht? Dann solltest du für einen Moment lieber aufstehen und dir ein Licht anmachen. Durch das Licht wird nämlich dein Melatonin-Spiegel etwas gesenkt, wodurch alle drei Hormone wieder besser in Einklang kommen. Tipp: Mach nicht zu viele Lichter an, um den Körper nicht unnötig weiter aufzuwecken und vermeide auch dein Smartphone.
 
3. Hörspiel anhören:
 
Sobald das Licht dann wieder ausgeschaltet wurde, mag zwar der Melatonin-Wert wieder im Einklang sein, doch die Grübeleien sind häufig noch vorhanden. Um sich daher etwas abzulenken, könnte ein Hörspiel beim Einschlafen helfen. Höre dir zum Beispiel ein Hörspiel an, dass sich beruhigend auf dich auswirkt. 

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