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Neue Corona-Verordnung: Baden-Württemberg hebt 3G im Einzelhandel auf

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Die Landesregierung schafft alle Zugangsregeln für den Einzelhandel ab. In der derzeit geltenden Alarmstufe galt bisher 3G. Außerdem sollen auch mehr Zuschauer:innen bei Veranstaltungen zugelassen und Kontaktdaten müssen in vielen Bereichen auch nicht mehr erfasst werden.

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Die 3G-Regel im Einzelhandel in Baden-Württemberg wird aufgehoben. Das kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Mittag nach der Kabinettssitzung an. In Zukunft sollen im Einzelhandel lediglich nur noch FFP2-Maskenpflicht gelten. Das werde in der neuen Corona-Verordnung geregelt, die am Mittwoch, dem 09.02.2022 in Kraft tritt.

Anzahl der Zuschauer bei Veranstaltungen erhöht

Für Großveranstaltungen gilt grundsätzlich eine Kapazitätsbeschränkung von jeweils 50 Prozent. Im Freien sind bei 2G-Plus maximal 10.000 Personen und bei 2G-Veranstaltungen 5.000 Personen erlaubt. Im geschlossenen Raum sind bei 2G-Plus 4.000 Personen und bei 2G-Veranstaltungen 2.000 Personen zugelassen.
 
Weiterhin müssen bei diesen Veranstaltungen bei mehr als 500 Zuschauenden feste Sitz-/Stehplätze zugewiesen werden. Maximal zehn Prozent der Plätze dürfen Stehplätze sein. Auch für Volks- und Stadtfeste erhöht sich die zugelassene Zahl der Besuchenden bei genereller Beschränkung auf 50 Prozent: maximal 5.000 Besuchende bei 2G und maximal 10.000 Besuchende bei 2G-Plus.

Gastronomie und Co.: Vorgaben zur Datenerhebung weitestgehend aufgehoben
 
Die Vorgaben zur Datenerhebung durch Betreiberinnen und Betreiber etwa in der Gastronomie oder Veranstalterinnen und Veranstalter werden weitestgehend aufgehoben. Lediglich in vulnerablen Einrichtungen wie Pflegeheimen und Krankenhäusern sowie in Clubs- und Diskotheken müssen Kontaktdaten weiterhin erhoben werden.
 
Außerdem wird der Vertrag mit dem privaten Betreiber der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung nicht über Ende März hinaus verlängert, teilte das Sozialministerium bereits im Vorfeld mit. In Zukunft soll für die meisten Bereiche dann die Corona-Warn-App eingesetzt werden.
 
3G für Religionsgemeinschaften zurückgestellt
 
Bisher war vorgesehen, dass ab der kommenden Woche bei Zusammenkünften wie in beispielsweise Kirchen, Moscheen und Synagogen die 3G-Regelung gilt. Allerdings wird es doch nicht dazu kommen. Kretschmann sagte, dass Vorhaben werde „zurückgestellt“.
 
3G-Regelung entfällt in der Alarmstufe I
 
Die 3G-Regel im Einzelhandel in Baden-Württemberg wird aufgehoben. Künftig soll im Einzelhandel lediglich nur noch eine FFP2-Maskenpflicht gelten. Ministerpräsident Kretschmann sagte zur Begründung, dass ohnehin zahlreiche Kontakte in Geschäften des täglichen Bedarfs wie Supermärkten stattfänden, in denen es keine 3G-Beschränkungen gibt. Daher sei die Vorgabe für den restlichen Einzelhandel aus pandemischer Sicht nicht mehr vertretbar. Zudem gehe es darum, wieder für mehr Einheitlichkeit zu sorgen, nachdem in einigen anderen Bundesländern die 3G-Regel im Einzelhandel schon nicht mehr gilt.
 
Die in der "Alarmstufe II" vorgesehene 2G-Regel für den Einzelhandel bleibt laut Sozialminister Manfred Lucha jedoch erhalten. Derzeit sind die Corona-Zahlen allerdings unter den Grenzwerten für die "Alarmstufe II".

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