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Personalmangel in Freibädern

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In Freibädern fehlt es an Personal. Das ist ein bundesweites Problem. Wir haben mit dem Karlsruher Bäderchef Oliver Sternagel gesprochen, woran das liegt und welche Konsequenzen das hat.

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Insgesamt fehlt es der Karlsruher Bädergesellschaft an 20 Badewärtern. Aus diesem Grund können die vier Freibäder nur nacheinander öffnen. Im Rheinstrandbad Rappenwörth gibt es wegen des Personalmangels in diesem Jahr eingeschränkte Öffnungszeiten. Der Grund für die Personalknappheit ist nicht wirklich klar. Möglicherweise haben sich während Corona viele andere Jobs gesucht. Wenn es keine Lösung für den Personalmangel gibt, müssen Bäder für ganze Tage schließen.

An Ferientagen ist es besonders schmerzhaft, wenn die Bäder nicht wie gewohnt öffnen können. „Wir wollen den Gästen ja einen schönen Tag schenken. Stattdessen sind alle genervt, weil sie länger warten müssen“, so Sternagel.

Was muss ich als Badwärter mitbringen?

„Das ist ein Job, bei dem ich alles braucht: ein bisschen Mathematik, ein bisschen Chemie, ein bisschen Handwerk und Freude in der Natur und mit Menschen zu arbeiten“, so Sternagel.

Zu den Aufgaben des Badewärters gehört, dass die Umkleiden aufgeräumt werden, er oder sie muss sich um das Kassensystem kümmern, die Außenanlagen müssen gepflegt werden, Wasserwerte müssen gemessen werden und viel mehr. Eine Ausbildung brauchen Bewerber nicht. Sie sollten Deutsch und Schwimmen können. Im Bad wird ihnen dann gezeigt, was am Becken zu beachten ist und wie ein Bienenstich zu versorgen ist. Wem die Arbeit gut gefällt und bleiben möchte, hat gute Chancen, weiter aufzusteigen.
 

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