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Affenpocken: Alle Fakten zur Krankheit

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In Deutschland sind erste Fälle von Affenpocken nachgewiesen worden, allerdings rechnet das RKI nicht mit einer Infektionswelle. Doch was sind Affenpocken überhaupt? Hier gibt es alle Fakten zur Krankheit.

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Eigentlich gelten die Pocken seit 1980 durch Impfungen als ausgerottet. Doch jetzt gibt es immer mehr Fälle des Affenpockenvirus in unterschiedlichen Ländern. Affenpocken treten hauptsächlich in Afrika auf, was die gegenwärtigen Ausbrüche ungewöhnlich macht. In den vergangenen Tagen wurden Infektionen aus den USA, Portugal, Spanien, Italien und Kanada gemeldet. Betroffen ist auch Großbritannien, das bereits 20 bestätigte Affenpocken-Fälle meldet. Am 20. Mai war aus München der bundesweit erste Fall gemeldet worden. Der männliche Patient leidet an der milderen westafrikanischen Virusvariante.

Symptome

Zu den häufigsten Symptomen zählen plötzliches Fieber, starke Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Halsschmerzen und Husten. Typisch ist ein Ausschlag, der vom Gesicht auf den Körper übergreift.

Übertragung

Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten. Am häufigstem findet die Ansteckung beim Austausch von Körperflüssigkeiten oder Schorf statt und passiert mit hoher Wahrscheinlichkeit am häufigsten beim Sex. Eine weitere Möglichkeit der Übertragung ist beim Umgang mit dem Fleisch infizierter Tiere. Es ist in jedem Fall sehr enger Kontakt mit dem Erreger erforderlich. 

Kein Grund zur Panik

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht keinerlei Grund zur Panik. 

"Aufgrund der bisher vorliegenden Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass das Virus nicht so leicht übertragbar ist und dass dieser Ausbruch eingegrenzt werden kann."

Die häufiger zu schweren Erkrankungen führende zentralafrikanische Virusvariante ist derzeit in Europa nicht beobachtet worden. Und: Die normale Pockenimpfung wirkt auch gegen Affenpocken. 

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