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Kiruna in Schweden: Eine ganze Stadt muss umziehen

Die schwedische Stadt Kiruna zieht um, damit sie nicht von einer unterirdischen Mine verschluckt wird. Mit dabei: 23.000 Einwohner, Tausende von Holzhäusern und der Kirchturm.

Die Stadt Kiruna ist die nördlichste Stadt in Schweden, im Winter wird es dort sehr dunkel und kalt, dazu kommen noch die arktischen Stürme. Zusätzlich befindet sich dort die weltweit größte unterirdische Eisenerzmine. Sie deckt unglaubliche 90 Prozent des Eisenerzmarktes in der EU ab. Das bedeutet, dort werden alle 24 Stunden Eisenmassen in der Größe von sechs Eifeltürmen geborgen. 

23.000 Einwohner müssen umziehen 

Die Stadt entstand vor mehr als 100 Jahren für die Mitarbeiter durch das Bergbauunternehmen LKAB. Da nun auch direkt unter der Stadt Eisenerz abgebaut werden soll und die Gefahr eines Einsturzes zu groß ist, muss die 23.000 Einwohnerstadt nun weichen. Das bedeutet, dass alle Häuser drei Kilometer weiter in den Osten umgesiedelt werden. Eine nie dagewesene Herausforderung, die bis ca. 2035 abgeschlossen sein soll. Die gute Nachricht ​alle Kosten des Umzugs übernimmt das Bergbauunternehmen.

Erste Häuser sind schon umgezogen 

Der neue Stadtkern ist teilweise schon fertig, erste Wohngebäude und Holzhäuser sind bereits mit Kränen und LKWs umgezogen. Die Kirche von Kiruna, ein Wahrzeichen Schwedens, muss noch umsiedeln.

Neue Chance für die Stadt?

Doch wer jetzt glaubt, dass die Einwohner sich gegen den Vorschlag stemmen, der liegt falsch. Viele Bewohner sehen den Umzug als neue Chance für Kiruna. Nach einer Umfrage freuen sich sogar 80 Prozent auf den Neustart und wollen Teil der Stadt bleiben.

Einen ersten Einblick in das riesige Projekt gibt es hier: