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Durch Wikileaks enthüllt!

Ben Affleck: Sklaventreiber in Familie

Einer der Saubermänner Hollywoods hat einen Sklaventreiber in seiner Familienhistorie

Er ist einer der "Good Guys" in Hollywood, ist politisch interessiert und engagiert sich auch sozial: Schauspieler Ben Affleck. Seines positiven Images ist er sich selbst bewusst und wollte offenbar genau aus diesem Grund einen dunklen Fleck in seiner Familiengeschichte unter den Teppich kehren. Genau das hat es jetzt umso schlimmer gemacht.

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Afflecks Vorfahre, der Sklaventreiber

Ben Affleck hat zugestimmt, dass seine Familiengeschichte für eine TV-Doku-Serie durchforstet werden darf. Die Redakteure von "Finding Your Roots" staunten allerdings nicht schlecht, als bei den Recherchen herauskam, dass einer seiner Vorfahren offenbar ein Skalvenhalter war. Affleck, besorgt um sein Saubermann-Image, bat die Produktionsfirma, diese negative Tatsache unter den Teppich zu kehren und aus der Dokumentation herauszuschneiden. PBS-Moderator Henry Louis Gates Jr. und Sony-Chef Michael Lynton stimmten Ben Afflecks Anliegen zu und schnitten den unangenehmen Vorfahren aus dem Beitrag heraus. Eigentlich hätte niemand davon erfahren. Eigentlich.

Das Portal Wikileaks ist dafür bekannt, genau diese unangenehmen Vertuschungsversuche ans Licht zu bringen - so auch den E-Mail-Verkehr zwischen Gates Jr. und Lynton. Wikileaks hatte im vergangenen Jahr rund 30.000 sensible Dokumente veröffentlicht, die Hacker von Sony Pictures Entertainment gestohlen hatten.

Ben Affleck ist die Sache sehr unangenehm

Nun schämt sich vor allem Ben Affleck in Grund und Boden, der in den USA als sehr selbstkritischer Schauspieler bekannt ist. Die Veröffentlichung dieses E-Mail-Verkehrs um seinen Sklavenhändler-Vorfahren sei ihm sehr unangenehm. Affleck ist Demokrat und unterstützt beispielsweise auch den ersten farbigen Präsidenten der USA, Barack Obama. "Ich wollte nicht, dass irgendeine TV-Show über meine Familie einen Typen zeigt, der Sklaven gehalten hat", ließ Affleck über seine Facebook-Seite ausrichten. Aber nicht nur um seinen Vorfahren geht es, sondern auch um die Tatsache, das Thema Skaleverei im Bezug auf die Historie der USA unter den Tisch fallen lassen zu wollen. Dennoch sei er froh, dass letztendlich doch darüber gesprochen wird.

Weder der Sender PBS noch der Moderator wollten sich bisher dazu äußern. Die offizielle Begründung lautet jedoch, dass auf die Nennung des Sklavenhalters verzichtet wurde, weil es interessantere Persönlichkeiten in der Familienhistorie von Ben Affleck gegeben habe.