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Grüne Gefahr: Smoothies sind nicht immer gesund

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Viele Stars schwören auf die grünen Mixgetränke, doch so ein grüner Smoothie kann auch gefährlich sein.

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Stars wie David Beckham, Jennifer Lopez oder Gwyneth Paltrow schwören auf grüne Smoothies als gesunden Wundermix. Doch die grünen Salat- und Gemüsemixe können auch das Gegenteil erreichen und krankmachen. Wichtig ist, was verarbeitet wird.

Ob das Wundermittel der Stars auch wirklich das ultimative Mittel zum Abnehmen ist, wird von vielen bezweifelt, doch dass es auch krank machen kann, überrascht viele.

Für die grünen Smoothies wandert also vieles, was sonst auf dem Kompost landet, im Mixer. Grüne Abfälle werden so im rohen Zustand wiederverwertet und das kann unter Umständen gefährlich werden.

Es kommt vor allem darauf an, was und wie es in den Mixer kommt. Neben der harmlosen Salatgurke werden aber teilweise auch Radieschenlaub, Möhrenkraut und Kiwischalen verwendet. Bestandteile, die man bisher immer weggeworfen hatte, weil sie wertlos oder sogar ungesund für den Körper sind. Zudem werden vielen Smoothies mit Wildkräutern besonders gute Effekte zugesprochen, um seinen Körper schlank und gesund zu halten. Wildkräuter oder Heilkräuter wie Johanniskraut oder Schafgarbe, enthalten medizinisch wirksame Stoffe und sollten deshalb nicht ohne entsprechende Kenntnis täglich verwendet werden, empfiehlt auch Deutschlands bekanntester Lebensmittelexperte Udo Pollmer:

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Aber auch der harmlos klingende und bekannte Spinat birgt in hohen Mengen ein Gesundheitsrisiko. Spinat kann nämlich in recht hohen Oxalsäuremengen Nierensteine verursachen. Der häufige Genuss von Gemüse mit viel Oxalsäure kann also ungesund sein. Zudem können goitrogenen Substanzen in rohen Gemüsen wie Kohlsorten die Schilddrüsenfunktion stören und so besonders für Personen mit Schilddrüsenunterfunktion problematisch sein.

Frisch vom Feld in den Mixer ist ebenfalls keine gute Idee, wenn man an all die Pestizide denkt, die teilweise verwendet werden. Wer sicher sein möchte, sollte nur Bio-Gemüse verwenden und diese vorher immer gut waschen. Sonst kann es schon mal passieren, dass sich bei einem Mix aus Sprossen, Schalen und Blattgemüse jede Menge Keime im grünen Smoothie bilden.

Machen also Smoothies krank? Udo Pollmer erklärt, wann das der Fall ist:

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Gefährlich wird es dann, wenn Eltern ihren Kindern etwas vermeintlich Gutes tun wollen oder versuchen ungeliebte Zutaten so den Kindern unterzujubeln. Oft liegt es nach Meinung von Udo Pollmer nämlich nicht am Fast-Food, wenn Kinder über Bauchschmerzen klagen:

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Dickmacher?

Sind grüne Smoothies ein Getränk oder eine Mahlzeit? Genau hier liegt das Problem. Wer die grünen Smoothies nur als Essenersatz genießt, kann nicht dick werden, wer diese allerdings als Erfrischungsgetränk zwischendurch trink, nimmt somit natürlich einiges mehr an Kalorien auf, als wenn er nur Wasser trinken würde. Zudem kommt es auch hier wieder auf die Mischung an. Bleibt es nur beim Gemüse oder werden die Smoothies mit Obst gemischt? Das pürierte, rohe Grünzeug ist oft bitter. Um es genießbar zu machen, wird der Mischung in der Regel reichlich Obst hinzugefügt. Dieses enthält jedoch Zucker, welcher seinerseits viele Probleme wie starke Blutzuckerschwankungen, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes verursachen kann.

Wichtig für die Smoothie-Verarbeitung

  • Das Waschen der Zutaten ist wichtig. Das verhindert im Allgemeinen die Aufnahme von größeren Mengen von Bakterien.
  • Mangold, Rhabarber und Spinat (u.a.) enthalten relativ viel Oxalsäure. Deshalb sollte man diese nicht unbedingt täglich verwenden und nur in vernünftigen Mengen dem Smoothie beigemischt werden.
  • Nicht mit unbekannten Wildkräutern rumexperimentiern
  • Immer nur eine überschaubare Auswahl von Zutaten verwenden und diese täglich wechseln, sodass es zu keiner Häufung eines Wirkstoffes kommen kann.
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