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Sommerrodelbahn: Ausflug wird zum Albtraum

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Das ist am vergangenen Wochenende einer Familie auf der Sommerrodelbahn in Gutach passiert.

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Ausflug wird zum Albtraum:

Unfall auf Sommerrodelbahn

Stellt euch vor, ihr wollt einen schönen Tag an einer Sommerrodelbahn verbringen und dann wird dieser zu einem Drama. Das ist am vergangenen Wochenende einer Familie auf der Sommerrodelbahn in Gutach passiert. Eine 34-jährige Frau hat sich bei einem Sturz aus der Bahn schwer verletzt.

Nur die Tochter kam unten an

Die Mutter und ihre neunjährige Tochter waren zusammen in einem Schlitten auf der 1000 Meter langen Rodelbahn unterwegs. Unten angekommen ist allerdings nur die Tochter. Diese erzählte ihrem Vater von den Ereignissen, der wenig später mit seinem Schlitten in der Talstation ankam. Mitbekommen hat er den Unfall nicht und verständigte danach umgehend die Rettungskräfte, die die Frau unterhalb einer Kurve fanden. Die Frau hatte sich so schwer verletzt, dass sie mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste. Ein Gutachter untersucht derzeit, wie es zu diesem Unfall kommen konnte, denn eigentlich sind die Fahrer in ihrem Schlitten angeschnallt. Laut Betreiber waren Bahn und Schlitten in einem technisch einwandfreien Zustand. Dass die Frau sich während der Fahrt abgeschnallt hat, wie viele vermuten, hat sich bislang nicht bestätigt.

Die Sommerrodelbahn bleibt aufgrund des Unfalls und einem richterlichen Beschluss bis auf Weiteres geschlossen.

Bereits letzte Woche wurden fünf Menschen verletzt

Vor einer Woche waren fünf Menschen durch einen Auffahunfall auf der Sommerrodelbahn verletzt worden. Unter den Verletzten waren auch zwei Kinder.

Auffahrunfälle sind eine große Gefahr

Abgesehen von dem jüngsten Unfall sind Auffahrunfälle eine große Gefahr auf Sommerrodelbahnen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält und zu schnell bzw. zu langsam fährt, erhöht die Gefahr von Auffahrunfällen drastisch. Susanne Robeck aus Kehl hat uns im Interview von ihren Erlebnissen auf der Sommerrodelbahn berichtet. 2010 war sie ebenfalls in einen Auffahrunfall verwickelt. "Wir wurden da hochgezogen, wie alle Schlitten da hochgezogen wurden und nach kurzer Zeit kam es zu einem Stau und alle mussten anhalten. Hinter mir kam ein Schlitten mit zwei achtjährigen Mädchen an. Ich habe nur geschrieben, sie sollen bremsen. Die beiden Mädchen wussten aber wohl nicht, wie man bremst und haben den Hebel statt nach hinten nach vorne gedrückt und sind mit vollem Karacho in mich rein gedonnert", berichtet sie von ihrem Unfall. "Ich habe gar keine Luft mehr bekommen und konnte mich nicht mehr bewegen", schildert Susanne Robeck weiter. Der Betreiber habe sich ihr gegenüber wenig kooperativ gezeigt.

Wenig später ist Susanne Robeck ins Krankenhaus nach Wolfach gefahren ihr behandelnder Arzt habe gesagt: "Schon allein von diesen ganzen Verletzten, die von der Rodelbahn ins Krankenhaus kommen, könnten wir eine ganze Station belegen."

Video: Fahrt auf der Sommerrodelbahn in Gutach

So verhaltet ihr euch richtig

Für die Auffahrunfälle sind nicht zwangsläufig die Betreiber der Rodelbahnen verantwortlich, sondern meistens die Fahrer, die zu schnell oder zu langsam auf der Strecke unterwegs sind.

  • Haltet euch an die Anweisungen des Personals
  • Schnallt euch richtig an und geht sicher, dass alles festgezurrt und verschlossen ist
  • Fahrt auf Rodelbahn vorausschauend, um auf Staus und Hindernisse rechtzeitig zu reagieren
  • Fahrt nicht zu schnell, damit ihr auf Hindernisse schnell reagieren könnt
  • Fahrt aber auch nicht zu langsam, um zu keinem Hinderniss für nachfolgende Fahrer zu werden
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