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Rhein-Neckar

Autoaufbruchsserie Rhein-Neckar

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Entwendet werden fest eingebaute Navigationsgeräte und Multifunktionslenkräder

Seit Januar diesen Jahres wurden rund 200 Fahrzeuge bestohlen.

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Mannheim kam mit vier Fahrzeugen und Heidelberg mit 19 Fahrzeugen recht gut weg. Viel schlimmer traf es jedoch den Rhein-Neckar-Kreis mit 181 PKWs. Spitzenreiter sind hier Rauenberg mit 26 und Schriesheim mit 20 Aufbrüchen. Der Sachschaden beläuft sich aktuell auf ca. 2,5 Millionen Euro. Im Vergleich zu den Vorjahren ergab sich eine Steigerungsrate von ca. 200 Prozent.

Die Täter bevorzugen offenbar die Marke BMW. Insgesamt 175 aller aufgebrochenen Fahrzeuge waren BMW-Modelle. Zunächst wurde zum überwiegenden Teil eine hintere Dreiecksscheibe eingeschlagen, um dann anschließend die Türen zu öffnen. Anschließend bauten die Diebe dann die Navigationsgeräte sowie Multifunktionslenkräder aus. Teilweise war dabei auch Gewalt nötig und so wurden die Geräte aus den Mittelkonsolen sowie den Armaturenbrettern gestemmt. Dieser Vorgang dauert nur etwas mehr als zwei Minuten. So war es den Tätern bisher möglich, in einer Nacht bis zu 12 Fahrzeugen an einem Ort aufzubrechen.

Zuletzt schlugen die Täter in der Nacht auf den 16. Juni in Rauenberg und in der Nacht auf den 21. Juni in Oftersheim zu.Auch Südhessen sowie Karlsruhe kämpfen mit ähnlichen Vorfällen. Deshalb wird nun dienststellenübergreifend ermittelt. Ziel ist es, gemeinsam ein Tat- und Täterprofil zu erstellen.

Hinweise zu Tatverdächtigen und deren Herkunft liegen derzeit jedoch noch nicht vor. Fahnder gehen allerdings, auch aufgrund ähnlicher Vorfälle in der Vergangenheit, davon aus, dass es osteuropäische Tätergruppierungen sind. Der Verdacht wird besonders von der Polizei Karlsruhe bestätigt, da es dort gelang in den vergangenen Wochen litauische Tatverdächtige festzunehmen.

Besonders Besitzer von BMW-Modellen werden gebeten, ihre Autos entweder in Garagen oder an gut beleuchteten Stellen zu parken. Auch sind Lenkradsicherungen von Vorteil. Weitere Tipps, die Autoaufbrüche vorbeugen, gibt es unter www. polizei-beratung.de. Generell wird die Bevölkerung der betroffenen Bereiche gebeten, wachsam zu sein. Auffällig seien Personen und Fahrzeuge, die sich in verdächtiger Weise im Wohngebiet aufhalten. Ausgeschlossen wird jedoch nicht, dass die Täter nicht bereits vorab und auch tagsüber geeignete Fahrzeuge erkunden. Zeugen werden gebeten, auch im Zweifel direkt die Polizei zu verständigen. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle, auch über den Polizeinotruf 110, entgegen.

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