Rhein-Neckar

Frühchen stirbt in Mannheim an Keuchhusten!

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Infektionskrankheit wieder auf dem Vormarsch!

Die Ärzte am Mannheimer Uniklinikum haben um das Leben des kleinen Frühchens gekämpft - und verloren.

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Der Säugling ist bereits Ende Juli an Keuchhusten gestorben. Zwei Tage zuvor wurde er per Hubschrauber eingeflogen. Das Ärzteteam der ECMO-Station brachte sich in Stellung, isolierte den Jungen und taten, was in ihrer Macht stand, um den Säugling zu retten. Die ECMO-Station ist auf Lungenkrankheiten spezialisiert, weshalb der Name Extrakorporale Membranoxygenierung oder auch Extrakorporale Lungenunterstützung bedeutet. Patienten, die hier liegen, kommen meistens von weit her.

Wie Dirk Schuhmann gegenüber dem Mannheimer Morgen mitgeteilt hat, wurde der Junge nach Eintreffen "selbstverständlich isoliert". Keuchhusten ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit. Knapp 2000 Meldungen in Baden-Württemberg gingen bisher in diesem Jahr beim Gesundheitsamt ein. Und Mediziner warnen: Keuchhusten sei wieder auf dem Vormarsch. Während die Krankheit bei Erwachsenen harmlos und als gefühlt normale Erkältung mit wochenlang anschließendem Husten verläuft, kann sie besonders für Säuglinge äußerst gefährlich werden. Erst Kleinkinder sind dagegen geimpft - Säuglinge sind den Erregern noch schutzlos ausgeliefert. Gefährlich sind für Babys Impflücken bei Erwachsenen, denn dadurch können sie den Erreger vorrübergehend auf die Säuglinge übertragen.

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