Rhein-Neckar

Königsblau noch eine Nummer zu groß

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DFB-Pokal 16/17 Achtelfinale: SV Sandhausen - FC Schalke 04

Achtelfinale im DFB-Pokal 2016/2017 zwischen dem SV Sandhausen und dem FC Schalke 04.

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Kuschelige sechs Grad, Flutlicht und ein mit 14.500 Zuschauern zum ersten Mal ausverkauften Hardtwaldstadion - beste Bedingungen für den SV Sandhausen, um Pokalgeschichte zu schreiben. Umso entäuschender war der Auftritt der Schwarz-Weißen im DFB-Pokal-Achtelfinale. Dabei wollte man unbedingt an die Form des Rückrundenauftakts anknüpfen. Zu Gast war niemand geringeres als der fünfmalige Pokalsieger Schalke 04. Und die Königsblauen machten von Beginn an klar, dass sie nicht nur als Zuschauermagnet in die 14.338-Seelen-Gemeinde gereist waren.

Die Partie startete für die zu Beginn merklich nervös agierenden Gastgeber denkbar unglücklich: bereits nach 14 Minuten musste José Pierre Vunguidica verletzungsbedingt vom Platz. Für ihn kam Jakub Kosecki. Zuvor kam der Schalker Wintereinkauf Daniel Caligiuri in der 11. Minute bereits zu einer ersten Torchance. Die Gäste waren klar überlegen. In der 31. Minute wurde ein Kopfball von Guido Burgstallers vom Sandhäuser Schlussmann Marco Knaller gerade noch über das Tor gelenkt.

In der 38. Minute klingelte es dann doch: Alessandro Schöpf erzielte per Abstauber das 1-0 für die Gäste. Cligiurus Schuss konnte Knaller zuvor noch parieren, war dann aber machtlos. Nur drei Minuten später erhöhten die Königsblauen durch Caligiuri dann auf 2-0. Als die Sandhäuser gerade noch dabei waren, diesen erneuten Schock zu verdauen, zappelte der Ball sogar noch ein drittes Mal im Netz. Naldo nutzte das Chaos im Sandhäuser Strafraum aus und köpfte nach einer Ecke zum verdienten 3-0-Halbzeitstand für die Gäste. 

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich nichts an der Dominanz des Bundesligazwölften. Zwar ließ es die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl etwas ruhiger angehen, aber von einem Aufbäumen der Sandhäuser war nichts zu sehen. Bis zur 64. Minute - Andrew Wooten verkürzte nach einem Freistoß von Thomas Pledl und der Kopfballverkängerung durch Tim Knipping auf 1-3. 

Doch die Freude am Hardtwald währte nur kurz: in der 71. Minute stellte der eingewechselte Yevhen Konoplyanka durch das 4-1 den Drei-Tore-Abstand wieder her. Danach schalteten die Gäste für die restlichen Minuten in den Verwaltungsmodus und zogen - auch in der Höhe verdient - ins Viertelfinale ein. 

SV Sandhausen: Knaller - Klingmann, Knipping, Kister, Roßbach - Linsmayer, Kulovits (C, 69. Lukasik) - Pledl, Vunguidica (14. Kosecki) - Wooten, Höhler (62. Sukuta-Pasu)

FC Schalke 04: Fährmann - Höwedes (C), Naldo, Nastasic - Schöpf, Kolasinac - Stambouli - Goretzka (85. Huntelaar), Bentaleb, D. Caligiuri (62. Konoplyanka) - G. Burgstaller (74. Meyer)

Schiedsrichter: Benjamin Brand 

Zuschauer: 14.500 (ausverkauft)

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