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Rhein-Neckar

Mammutprojekt Hochstraße Nord: Abriss verschiebt sich!

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Zuerst muss Hochstraße Süd saniert werden

Die Hochstraße in Ludwigshafen ist schon seit Jahren ein großes Thema: 2019 sollte es mit dem Umbau der Hochstraße Nord eigentlich losgehen, jetzt verschiebt sich der Baubeginn aber um vier ganze Jahre nach hinten. Die Stadt Ludwigshafen hatte die südliche Hochstraße als Ausweichstrecke vorgesehen.

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Aus diesem Plan wird jetzt aber nichts: die Beschaffenheit der sogenannten Pilzhochstraße ist zu schlecht um noch viel länger dem Verkehr Stand zu halten, geschweige denn alle Autos und LKWs der Hochstraße Nord bei deren Umbau auch zusätzlich zu tragen. Deshalb muss nun zuerst die Hochstraße Süd saniert werden. Es wird eine neue Brücke unter der jetzigen gebaut, die die Last von den maroden Trägern der Hochstraße nehmen soll. Diese neue Konstruktion verhindert so, dass noch mehr Teile von der Hochstraße abbröckeln oder das Fundament gefährliche Risse bekommt. Vor einigen Wochen war ein Teil der Brücke abgebrochen und hatte ein parkendes Auto demoliert.

Jeden Tag passieren tausende Berufspendler und viele andere die Hochstraßen Ludwigshafens. Natürlich wird es für sie Einschränkungen geben, die Hochstraße Süd soll allerdings während der Sanierung zwischen Anfang 2021 und Ende 2023 größtenteils befahrbar bleiben. Nur gegen Ende der Bauarbeiten soll es an einigen Wochenenden zu Vollsperrungen kommen, wenn die alte und die „neue“ Brücke zusammengefügt werden.

Das anfänglich angesetzte Budget von 25 Millionen Euro wird auch nicht eingehalten werden können.  Der Baudezernent der Stadt Ludwigshafen Klaus Dillinger sagte uns, dass die Kosten deutlich höher liegen werden, man allerdings noch nicht sagen könne, wie hoch. Im Herbst 2018 will die Stadt einen ersten Entwurf der Kosten vorstellen. Es wird auch auf Hilfe von Staat und Land gehofft, bisher fühlt sich Ludwigshafen bei diesem Projekt ein bisschen im Stich gelassen. Bis jetzt ist ein geringer Festbetrag als Zuschuss gesichert. Die Stadt hofft aber darauf, dass Staat und Länder einen prozentualen Anteil übernehmen. „Die Stadt Ludwigshafen ist nicht in der Lage, mehr als 15 Prozent der Gesamtkosten für das Projekt zu tragen“, so Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. Sie habe es kalt erwischt, als sie zu Beginn ihrer Amtszeit über das Ausmaß dieses Projektes informiert worden sei. Solch ein Mammutprojekt als erste große Verantwortung im Amt der Oberbürgermeisterin zu übernehmen sei nicht einfach. Sie hoffe, irgendwann mal mit dem Rollator über die Brücke laufen zu können.

Jutta Steinruck ist es außerdem wichtig, die Planung und den Bau des Großprojektes sehr transparent zu halten. Es gehöre zur guten Wahrheit, die Bürger so früh wie möglich über die Vorgänge zu informieren. Ab dem 17.4.2018 können die Bürger Ludwigshafens unter www.ludwigshafen-diskutiert.de Fragen zum Bauprojekt stellen. Am 17.4. findet außerdem ein Bürgerforum statt. Das Großprojekt Hochstraße Süd ist aber nur ein Vorgeschmack auf die Verlegung der Hochstraße Nord, die 2023 beginnen soll. Erst dann soll es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen, die bis 2028 anhalten werden. 2030 sollen beide Hochstraßen saniert und wieder komplett befahrbar sein.

 

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