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Rhein-Neckar

Die hässlichsten Seiten Ludwigshafens

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Ludwigshafen: Stadt reagiert auf fragwürdige Ehre der "hässlichsten Stadt Deutschlands"

Jede Stadt hat ja ihre schönen und hässlichen Seiten. Ludwigshafen wird oft auf seine nicht so schönen Seiten reduziert. Aber ist die Stadt wirklich so hässlich wie man oft hört?

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Vor ein paar Wochen wurde der Stadt Ludwigshafen ja eine, eher unschöne, Ehre verliehen: eine Satiresendung ernannte Ludwigshafen zur hässlichsten Stadt Deutschlands. Die Stadt selbst hat diesen neuen Titel zum Anlass genommen, Interessierten einmal ganz offiziell die hässlichsten Plätze in Ludwigshafen zu zeigen. Am Donnerstag konnten alle, die so eine Tour mal mitmachen wollten, durch Ludwigshafen pilgern und sich von den hässlichsten Orten selbst überzeugen. Dieser „Gegenangriff“ nahm die Ernennung zur hässlichsten Stadt auf die Schippe. Aber das war nicht die einzige Stadtführung, die das Thema der Satiresendung zum Anlass genommen hat, um Ludwigshafen mal von einer ganz besonderen Seite zu zeigen.
Am letzten Freitag führte der Ortsvorsteher der südlichen Innenstadt Christoph Heller eine Gruppe durch die Neubauten im Süden der Stadt. Am Luitpoldhafen sind die letzten Jahre über Stadtvillen, Mehrfamilienhäuser und viele attraktive Grünanlagen entstanden. Gegenüber der Parkinsel, dem beliebten Naherholungsgebiet in Ludwigshafen, kann man für den richtigen Preis in einer einmaligen Lage wohnen. Dort herrschen Luxus, zeitlose Architektur und gepflegte Vorgärten- eine Seite der Stadt die man nicht direkt vermuten würde wenn man aus der Bahn am Berliner Platz kommt. Dort sind große Umbaumaßnahmen eingeleitet worden, um dem Zentrum von Ludwigshafen einen attraktiveren Charme zu geben und das Einkaufen in der Innenstadt, neben der Rheingalerie, wieder zu einem erholsamen Erlebnis zu machen. Solche Maßnahmen werden über die Zeit in der ganzen Stadt umgesetzt, dazu gehören auch der Umbau der Hochstraßen Süd und Nord. Die beiden Großprojekte sollen in den nächsten paar Jahren das Durchfahren durch Ludwigshafen einfacher machen und die maroden Brücken müssen dringend saniert werden.
Die Teilnehmer der Stadtführung von Christoph Heller waren begeistert von dem, was sie zu sehen bekamen: das Stadtarchiv, die Neubauten am Luitpoldhafen und sogar eine Bootstour über den Rhein. Vom Wasser aus hat man nochmal einen ganz anderen Blick auf Ludwigshafen. Christoph Heller war es besonders wichtig, den Teilnehmern diese Perspektive zu zeigen. Die Stadtführungen der Ortsvorsteher gibt es schon länger. Die jeweiligen Ortsvorsteher zeigen ihren Stadtteil bei einer Führung allen, die Interesse an der Geschichte und der Zukunft Ludwigshafens haben. Das Thema der „hässlichsten Stadt Deutschlands“ aufzugreifen und die Tour dieses Mal danach auszurichten, die schönen Seiten der Stadt zu präsentieren, war Christoph Heller ein wichtiges Anliegen. Seiner Meinung nach ist Ludwigshafen nämlich alles andere als hässlich.
Egal ob man nun Fan oder Skeptiker ist, Ludwigshafen hat für jeden eine Ecke, in der es sich entspannen oder staunen lässt. Und mit einer Führung zu den hässlichsten Orten auf die Ernennung zu reagieren beweist immerhin Humor.

 
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