Südbaden & Schwarzwald

In Freiburg grassiert die Kaninchenpest

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Die Stadt rät dringend zur Impfung

In Freiburg grassiert die Kaninchenpest. Deshalb rät die Stadt allen Kaninchenbesitzern, ihre Tiere gegen den Pocken-Virus impfen zu lassen. Denn dieser führt bei fast 90 Prozent der Kaninchen zum Tode.

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Besonder betroffen sind derzeit die Wildkaninchen auf dem Dietenbachgelände. Für Menschen und andere Haustiere besteht keine Ansteckungsgefahr. In einem Zeitraum von drei bis neun Tagen nach der Ansteckung mit dem Virus treten die typischen Symptome der sogenannten Myxomatose auf. Die Augenlider entzünden sich und werden gerötet, sie schwellen an und fangen an zu tränen. Später wird dann Eiter abgesondert, so dass sie verkleben und das Tier erblindet. Die Nase, Mund, Ohren und Genitalien schwellen an. In der Endphase verweigern die Tiere die Futter- und Wasseraufnahme. Vor allem auf den Ohren sind deutlich knotige Veränderungen der Haut und Unterhaut zu sehen. Die aggressive Form der Myxomatose führt bei etwa 80 bis 90 Prozent der erkrankten Kaninchen nach 10 bis 14 Tagen zum Tode. Die Myxomatose ist nicht heilbar. Für erkrankte Tiere gibt es keine spezielle Behandlung. Überlebt ein Tier,
überträgt es auch noch Monate nach der Erkrankung das Virus. Hauskaninchenbestände können durch eine regelmäßige Schutzimpfung mit einem abgeschwächten Lebendimpfstoff vor der Einschleppung der Krankheit
geschützt werden. Die städtische Veterinärbehörde im Amt für öffentliche Ordnung rät daher, ein erkranktes oder totes Tier nicht anfassen oder einfangen. Auch sind Behandlungsversuche zwecklos. Das Forstamt sowie das Garten- und Tiefbauamt werden in den nächsten Wochen die von der Seuche betroffenen Gebiete nach verendeten Tieren absuchen und sie entfernen. Ein Fund toter Tiere kann beim Forstamt unter der Telefonnummer 0761 / 201-4799 gemeldet werden. Weiter wird geraten, Hunde im Dietenbachpark nicht von der Leine zu lassen, erkrankte Kaninchen werden sonst ein leichtes Opfer.

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