Südbaden & Schwarzwald

500 minderjährige Flüchtlinge dieses Jahr im Kreis Lörrach angekommen

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Immer mehr unbegleitete Jugendliche aus Afrika

Immer mehr jugendliche Flüchtlinge suchen Schutz im Kreis Lörrach.

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Laut dem Landratsamt kommen die meisten aus Eritrea, Somalia oder Guinea. Ein Beispiel ist der 14-jährige Muhamad, der Junge aus Somalia hat Schreckliches erlebt. Seine Familie wurde mehrfach von der Al-Shabab-Terrormiliz überfallen. Dabei wurde sein Vater getötet, Muhamad wurde durch einen Streifschuss am Kopf verletzt. Die Miliz verschleppte ihn in eines ihrer Trainingslager, doch er konnte fliehen und wurde nach sechsmonatiger Flucht im August in Weil am Rhein von der Polizei aufgegriffen.
Nach der Übergabe an den Fachbereich zur vorläufigen "Inobhutnahme" werden die jugendlichen Flüchtlinge sofort im Krankenhaus untersucht. Die meisten sind völlig erschöpft. Wenn es ihnen besser geht, kommen sie in eine Aufnahmestelle, nach drei bis vier Wochen werden sie auf andere Landkreise verteilt, da der Kreis Lörrach sein Aufnahmesoll von 100 jugendlichen Flüchtlingen bereits erfüllt hat.
Im Kreis Lörrach sind in diesem Jahr knapp 500 minderjährige Flüchtlinge ohne Eltern und Familie aufgenommen und weiterverteilt worden.
Foto: fotolia/francovolpato

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