Südbaden & Schwarzwald

In Neustadt wird ein 9-Jähriger in einer Schneehöhle verschüttet

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Und im Elztal musste ein Skifahrer gerettet werden

In Neustadt ist ein 9-jähriger Junge bei Schneeräumarbeiten verschüttet worden.

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Er und weitere Kinder hatten am Samstag eine Schneehöhle aus einem Schneehaufen vor einem Haus gebaut. Ein Landwirt , der mit einem Schneepflug unterwegs war, hatte dann neue Schneemassen dazugeschoben und dadurch die Höhle zugeschüttet, in der sich der Junge befand. Zum Glück waren andere Kinder und auch Eltern anwesend, die das mitbekamen. Dem Fahrer des Schneepflugs und weiteren Helfern gelang es, das Kind zu befreien. Der Junge blieb unverletzt, wurde aber vorsorglich in eine Klinik gebracht. Jetzt ermittelt die Polizei, ob der Unfall durch Fremdverschulden verursacht wurde.

Außerdem gab es ein Schnee-Drama im Elztal. Ein Skifahrer musste in der Nacht auf Sonntag beim Rohrhardsberg gerettet werden. Er und sein Bekannter waren am Abend mit ihren Skiern von einem Gasthaus auf dem Weg nach Hause. Plötzlich ging es ihm gesundheitlich so schlecht, dass er nicht mehr ansprechbar war. Weil sein Bekannter aber keinen Handyempfang hatte, musste er ihn im Schneetreiben zurück lassen. Er lief 2,5 Kilometer weit zum nächsten Bauernhof und alarmierte die Rettungskräfte. Der Notarzt kam dann aber nur mit dem Geländewagen der Feuerwehr durch die hohen Schneemassen zum Patienten. Dieser wurde dann stark unterkühlt in eine Klinik gebracht.

Die Schneefälle und Schneeverwehungen haben auch vielen Autofahrern im Hochschwarzwald am Wochenende zu schaffen gemacht. Die Räumdienste waren zwar rund um die Uhr im Einsatz- aber der Verkehr kam trotzdem teilweise völlig zum erliegen.  Insgesamt gab es 16 Unfälle, verletzt wurde niemand. Auch im Bereich Schopfheim war die Polizei im Dauereinsatz.  Sie wurde zu 12 Unfällen gerufen, auch hier kam zum Glück niemand zu Schaden.

In Weilheim im Kreis Waldshut wurden drei Insassen eines Autos leicht verletzt. Der Wagen war mit einem entgegenkommenden Schneepflug zusammengeprallt.

In Wintersweiler im Kreis Lörrach ist gestern ein junges Ehepaar verunglückt. Es fuhr talwärts in Richtung B 3, am Steuer saß der 27-jährige Ehemann. In einer Kurve kam das Auto auf der schneeglatten Straße ins Rutschen und konnte vom Fahrer nicht mehr auf der Straße gehalten werden. Der Kleinwagen fuhr eine Böschung hinunter und prallte frontal gegen einen Baum. Hierbei wurde die Beifahrerin und Ehefrau schwer verletzt .

Bie Schliengen-Liel im Markgräflerland wurde gestern ebenfalls eine Autofahrerin schwer verletzt. Die 24-Jährige war auf der L 134 unterwegs und kam auf eine spiegelglatte Stelle. Das Auto geriet ins Rutschen, kam von der Straße ab und rutschte eine Böschung hinunter. Schließlich prallte das Auto gegen einen Baum, wobei die Fahrerin eingeklemmt wurde. Einsatzkräfte bargen die schwerverletzte Fahrerin und brachten sie umgehend ins Krankenhaus. Das in einem Graben liegende, schwer beschädigte  Auto musste von einem Abschleppfahrzeug herausgezogen und abgeschleppt werden.

Auf der B317 zwischen Zell i.W. und Hausen ereignete sich gestern auch ein schwerer Verkehrsunfall. Gegen Nachmittag befuhr eine 25-jährige Frau die B317 in Richtung Schönau. Auf Höhe des Bahnübergangs beim  Sportplatz kam sie infolge nicht angepasster Geschwindigkeit auf der schneebedeckten und glatten Fahrbahn in einer Rechtskurve ins Schleudern und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte sie frontal mit einem entgegenkommenden Auto und kam im weiteren Verlauf auf dem Bahnübergang zum Stillstand. Dabei wurde die Frau verletzt und musste vom Rettungsdienst zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

 

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