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Südbaden & Schwarzwald

Freiburg: Fast 14 000 Unterschriften für "Wiehre für alle"

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Rund 400 Mieter wehren sich gegen Abriss- und Sanierungspläne

Sie haben Geld und Energie in Ihre Mietswohnung gesteckt- und dann heißt es, das Haus wird abgerissen und neugebaut .Genau gegen solche Pläne wehren sich rund 400 Menschen von Wohnanlagen des Familienheims im Freiburger Stadtteil Wiehre.

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Bis zu 14 000 Unterschriften wurden bereits gesammelt. Die Bewohner in der Quäkerstraße befürchten, dass sie sich die Mieten nach den Sanierungen nicht mehr leisten können. Viele würden dann unter die Armutsgrenze rutschen, sagt Frauke Stablo von der Iniative Wiehre für alle. Betroffen seien vor ältere Bewohner mit einer kleinen Rente und Familien. Sie selbst habe eine Familie mit drei Kindern, studiere an der Pädagogischen Hochschule und sei auf die günstige Wohnung in der Stadt angewiesen. Hier brauche sie auch kein Auto. Würde sie auf´s Land ziehen, würden sie und ihr Mann zwei Autos benötigen, das wäre finanziell nicht möglich. Sie sei außerdem völlig frustriert, weil sie vor ein paar Jahren schon mal raus musste aus einer Wohnung, weil das Haus abgerissen wurde. Viele Bewohner wie sie selbst würden außerdem ihre sozialen Kontakte und die guten Nachbarn verlieren. Auch die 73-jährige Rentnerin Christa Chateau ist völlig frustriert. Sie habe drei Jahre auf das 1-Zimmerappartment der Genossenschaft gewartet und sei extra von Frankreich nach Freiburg gezogen, um hier ihren Lebensabend zu verbringen. Hier habe sie wieder Kontakt zu ihren Freunden und Verwandten  Und jetzt 2 Jahre später sei die Hiobsbotschaft gekommen. Eine teurere Wohnung könne sie sich nicht leisten, sagt sie. Dann müsse sie aufs Land in eine Kellerwohnung ziehen. Aber die Initiative "Wiehre für alle" will das verhindern. Sie hat ein Gutachten machen lassen. Dieses bestätigt, dass rund eine Million Euro reicht, um die erste abrissbedrohte Häuserzeile in der Quäkerstraße instand zu halten. Das Familienheim will die Zeile nicht vor 2019 abreißen. Sie will auch Ersatzwohnungen anbieten und den Umzug bezahlen. Die Mieter wollen das aber nicht. Das Familienheim müsste klagen, und ob die Genossenschaft Recht bekommt, das bezweifelt die Initiative.

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