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Südbaden & Schwarzwald

Freiburg will Maßnahmen gegen das Insektensterben angehen

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Große Blumenwiese geplant

Im Laufe des Sommers wird es um das neue Freiburger Rathaus summen und brummen.

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Denn Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge werden bald in einer blumenbunten Wiese auf rudn 700 Quadratmetern um das neue Gebäude im Stühlinger fliegen und flattern. Möglich macht dies eine regionale Saatgutmischung, die eine artenreiche Blumenwiese entstehen lässt und künftig für zahlreiche Insektenarten aber auch Vogelarten, Lebensraum und Nahrung bieten soll, so die Stadt. Anlass für die Aussaat dieser Saatgutmischung ist das drastische Insektensterben. Eine im letzten Jahr veröffentlichte Langzeitstudie stellte einen Rückgang von flugfähigen Insekten seit 1990 um über 76 Prozent fest. Das Insektensterben wirkt sich negativ auch für andere Tierarten, wie beispielsweise den Bestand der Vögel, und damit den Erhalt der Biodiversität insgesamt aus. Insekten sind aber auch für den Menschen enorm wichtig. Sie tragen unter anderem zur Bodenfruchtbarkeit bei, bestäuben Kultur- und Wildpflanzen, fressen Schädlinge und sind auch Nahrung für zahlreiche andere Tiere. Das Thema Verlust der biologischen Vielfalt ist nicht neu. So war die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren nicht untätig und setzte viele Aktionen und Initiativen um. Dennoch betrifft das Insektensterben auch das Freiburger Stadtgebiet. Deswegen will das Umweltschutzamt weitere Maßnahmen gegen den Rückgang von Insekten- und Vogelarten in Gang bringen.  Die neue artenreiche Blumenwiese soll aber nur der erste
Schritt sein. So soll im Herbst auch die noch etwa zwei bis drei Jahre brach liegende Fläche für den zweiten Bauabschnitt des neuen Rathauses im Stühlinger teilweise eingesät werden. Auch auf solchen zeitlich begrenzten
Brachflächen kann das Nahrungsangebot für Insekten in der Stadt verbessert werden. Aber auch private Flächen- und Hausgartenbesitzer können mithelfen, so das Umweltschutzamt.

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