Südbaden & Schwarzwald

Freiburger Krankenhäuser bereiten sich auf „Corona-Welle“ vor

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Intensivkapazitäten im RKK Klinikum mehr als verdoppelt

Das Loretto-Krankenhaus und das St. Josefskrankenhaus gehen auf Basis aktueller Berechnungen und den Erfahrungen aus dem benachbarten Elsass davon aus, dass die Region Freiburg besonders stark von einer steigenden Zahl von Covid-19-Patienten betroffen sein wird. Hierauf hat sich der Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser vorbereitet und die Anzahl der Intensivbetten aufgestockt.

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Als größter Notarztstandort in Baden-Württemberg hält das RKK Klinikum aktuell ca. 8% seiner 489 Betten als Intensivbetten für eine aufwändige medizinische und pflegerische Versorgung betroffener Covid-19-Patienten vor. Darüber hinaus wurden die Kapazitäten der isolierten Bereiche ausgeweitet.

Der hohe Anteil an Beatmungsplätzen lasse sich bei Bedarf noch weiter ausbauen.

Wichtig sei jedoch nicht nur der Ausbau von Beatmungsplätzen, sondern auch eine differenzierte und stets an den aktuellen Entwicklungen und Erkenntnissen angepasste Therapie, immer primär unter dem Aspekt eine invasive Beatmung vermeiden zu können. Hier sei insbesondere das lungenfachärztliche und intensiv-medizinische Know-how notwendig, wie es am St. Josefs-Krankenhaus gegeben sei.

Planbare Operationen werden im gesamten RKK Klinikum ausgesetzt und das Loretto-Krankenhaus, trotz massiver finanzieller Konsequenzen infolge ausgefallener Operationen, vom planbaren Elektivmodus in den Akutmodus mit entsprechender Intensivstation versetzt. In beiden Krankenhäusern wurde das Personal frühzeitig geschult und interdisziplinäre, fachübergreifende Teams für Covid-19-Patienten gebildet.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Professor Dr.-Ing. Heinzpeter Schmieg betont : "Wir fühlen uns gut gerüstet für die zu erwartende »Corona-Welle«: Berufsgruppenübergreifend setzen sich die Mitarbeiter im RKK Klinikum sehr engagiert ein. Deren Bereitschaft zu Mehrarbeit in diesem Ausmaß verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung.“

Angesichts des zu erwartenden Anstiegs der Corona-Patienten hat das Landratsamt mit Erfolg Hilfeleistung durch die Bundeswehr für die Stadt Freiburg und den Landkreis beantragt. Ausgebildete Notfallsanitäter und Rettungsassistenten der Bundeswehr sind bereits vor Ort und werden eingewiesen sowie in die Abläufe auf der Intensivstation eingearbeitet. Sie unterstützen die Behandlungsteams in der Versorgung von zu beatmenden Patienten und stellen Material wie zum Beispiel Beatmungsgeräte zur Verfügung.
 
 

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