Südbaden & Schwarzwald

Zuwachs bei den Lamas im Basler Zoo

Anzeige

Nach 45 Minuten schon auf den Beinen

Wenn Lamas sich bedroht fühlen, spuken sie. Über einen kleinen „Spuker“ mehr freut sich jetzt der Zoo in Basel. Denn dort ist im August ein Lama-Hengstfohlen geboren worden.

Anzeige

Das Fohlen von Lamastute Nala kam am hellichten Tag auf die Welt und stand bereits 45 Minuten nach der Geburt auf den Beinen.
 
Jetzt mischt das Jungtier die Herde auf. Die spielerischen Kämpfe zum Kräftemessen mit seiner Halbschwester gehören zur Tagesordnung.

Die sehr robusten Lamas können Lasten von 25 bis 35 Kilogramm tragen und pro Tag 20 bis 30 Kilometer zurücklegen. In unzugänglichen Regionen der Anden setzt die indigene Bevölkerung noch heute auf die widerstandsfähigen und genügsamen Lasttiere. Die Lamas dienen dort nicht nur als Transportmittel, sondern werden vollständig verwertet: Aus ihrer Wolle werden Decken, Ponchos, Säcke und Seile gemacht, die Haut wird zu Lederprodukten verarbeitet, das Fleisch gegessen und der Kot dient als Brennstoff.

Lamas werden für Trekkings und tiergestützte Therapien eingesetzt oder sogar als Herdenschutztiere. In Nordamerika schützen Lamas Schaf- und Ziegenherden vor verwilderten Hunden, Füchsen und Kojoten.
 
Achtung Spuke!
 
Solange der Mensch das Lama respektvoll behandelt, hat er nichts zu befürchten. Es kommt hingegen vor, dass sie Artgenossen anspucken, um sie auf Distanz zu halten oder um Rangverhältnisse zu klären. Dazu würgen sie Pansensaft hoch und stoßen einen mit Speichel vermischten, stinkenden Sprühnebel aus. Auch wenn zwei Hengste miteinander kämpfen, kann es sein, dass sie neben Anspringen, Treten, Beißen und Schreien auf das Spucken setzen, um ihren Kontrahenten abzuwehren.
 
 
 

Anzeige