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TSG 1899 Hoffenheim

TSG-Spieler Kai Herdling im Interview

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Über Amerika, Familie und Karriereende

Er ist ein Urgestein der TSG Hoffenheim: Kai Herdling. Im Interview mit Hoffenheim-Reporter Tobias Becker spricht der sympathische Heidelberger über seine kleine Tochter, Amerika und über die Zeit nach der Karriere.

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Herdling Und Ich Beim Interview
Herdling Und Ich Beim Interview, by regenbogenadmin

Kai Herdling im Interview

Er ist ein Urgestein und hat den kompletten Aufstieg der TSG Hoffenheim erlebt: Kai Herdling. Im Interview mit Hoffenheim-Reporter Tobias Becker spricht der sympathische Heidelberger über seine kleine Tochter, Amerika und über die Zeit nach der Karriere.

Was ist deiner Meinung nach das Besondere an der TSG?

Dass wir unseren eigenen Weg haben, den wir auch weiter gehen wollen. Außerdem haben wir keine Stadt hinter uns, sondern eher eine ganze Region. Ich glaube, es ist auch was Besonderes, dass so ein kleiner Ort Bundesliga spielen darf.


Und das Besondere an Trainer Markus Gisdol?

Das Besondere an ihm ist, dass er einfach eine sehr starke Persönlichkeit ist. Er hat immer ein offenes Ohr für seine Spieler. Und er hat eine super Philosophie von Fußball.


Was ist dein Ziel mit der TSG?

Mein Ziel für dieses Jahr ist, dass wir nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben und unsere Leistung vom letzten Jahr bestätigen.



Kai Herdling Alleine Artikel
Kai Herdling Alleine Artikel, by regenbogenadmin

TSG-Spieler Kai Herdling

Du bist ein Urgestein, der Dienstälteste Spieler bei der TSG. Wie hast du den rasanten Aufstieg der TSG erlebt?

Ich bin 2002 hierhergekommen und dann hat es ja erstmal etwas gedauert. Bis 2006 haben wir glaube ich in der Regionalliga gespielt. Dann ging es wirklich extrem schnell: Aufstieg in die 2. Liga, Durchmarsch und direkt die Herbstmeisterschaft. Ich glaube, das war für den Verein extrem viel. Es war dann auch normal, dass es dann in ruhigere Fahrwasser geht und ich bin froh, dass man jetzt wieder einen Plan, einen genauen Weg hat und unsere Philosophie wieder erkennt.


Du hast eine Zeit lang in den USA gespielt für Philadelphia Union. Kann man das mit der Bundesliga vergleichen?

Nein. In Amerika ist es noch nicht ganz so professionell wie in Deutschland. Für mich persönlich war es einfach die Erfahrung, die sehr interessant war. Eine neue Kultur und Mentalität kennenlernen und auch die Größe des Landes war faszinierend.


Größe des Landes… Teilst du deine Erfahrungen mit uns?

Es war auf jeden Fall sehr, sehr anstrengend. Wir hatten mal ein Auswärtsspiel in Seattle. Da sind wir freitags sechs Stunden nach Seattle geflogen, abends noch trainiert. Dann hatten wir Samstag ein Spiel und sind am Sonntagmorgen wieder sechs Stunden zurück nach Philadelphia geflogen. Das Ganze MIT Zeitverschiebung. Das war schon außergewöhnlich.


Was machst du in deiner Freizeit?

Ich verbringe sehr viel Zeit mit meiner Familie. Ich habe eine kleine Tochter und die Zeit nutze ich dann auch sehr sinnvoll mit ihr.


Was macht ihr da genau?

Wir sind da sehr offen und versuchen viel Zeit mit ihr in der Natur zu verbringen. Sie bevorzugt momentan einen Kinderspielplatz, der mit der Zeit nervig für die Eltern wird. Aber das ist in dem Alter halt so. (lacht)


Hast du da eine kleine Anekdote für uns? Ich meine: Auf Kinderspielplätzen passieren ja eine ganze Menge lustige Geschichten…

Ich glaube auf so einem Spielplatz lernt man sein Kind erst richtig kennen, wenn sie dann mal die Ellenbogen breit macht. Meine Tochter macht das normal nie. Also ist es ganz interessant zu beobachten…


Dein Lieblingsessen und kannst du kochen?

Da habe ich nichts Besonderes. Was ich gerne esse, ist Pizza. Das kommt aber nicht so oft vor, weil du als Sportler ja darauf achten musst, was du isst. Und zum Kochen: Das kann ich definitiv nicht. (lacht)



Wenn es mit dem Profifußball nicht geklappt hätte, was wärst du dann geworden?

Die Frage hab ich mir noch nie gestellt. Ich habe damals eine Ausbildung parallel zum Fußball bei der SAP gemacht. Aber ich weiß es nicht…


Und nach der Karriere?

Da tendiere ich stark dazu, dem Sport erhalten zu bleiben. Das Trainergeschäft würde mir Spaß machen. Aber ich glaube, wenn du deine Karriere beendet hast, reift der Gedanke auch erst richtig. Ob du wirklich auf dem Platz stehen willst oder etwas anderes machen möchtest. Aber der Bereich Fußball reizt mich schon.


Welche anderen Sportarten gefallen dir noch?

Basketball. Das hab ich durch die Geschichte in Amerika auch ganz neu kennengelernt. Und Tennis finde ich auch gut.


Was ist dein größtes Talent neben Fußball?

Mein größtes Talent neben Fußball ist, denke ich, dass ich immer ein offenes Ohr für meine Familie habe. Ich glaube, dass ich gut zuhören kann und auch immer für einen da sein kann.


Was ist typisch Kai Herdling?

Meine Frau würde jetzt sagen: Ungeduldig. (lacht) Aber ich glaube, dass ich schon ein Typ bin, der versucht für seine Freunde da zu sein und Freundschaften zu pflegen.


Ohne welche drei Dinge könntest du nicht leben?

Ohne meine Familie. Ohne mein Handy. Und ohne Fußball.


Dein liebstes Urlaubsziel?

Mein liebstes Urlaubsziel ist auch Amerika. Weil einfach viel geboten wird in jegliche Richtungen und ich finde die Kultur teilweise ganz schön. Das Unbekümmerte und die – auch wenn’s meistens oberflächlich ist – Offenheit.

Kai Herdling Tobi Artikel
Kai Herdling Tobi Artikel, by regenbogenadmin

Kai Herdling und Tobi Becker

Wovor hast du Angst?

Die aktuelle Situation, die geboten ist. Da denkst du als Familienvater schon drüber nach. Der Frieden spielt eine wichtige Rolle und das soll auch so bleiben. Davor habe ich momentan am meisten Angst, wenn ich eine beschreiben müsste.


Hast du in der Region einen Hotspot oder Ausgehtipp?

Also Heidelberg ist eine der schönsten Städte für mich. Was Restaurants angeht sind wir relativ offen und probieren einiges aus. Momentan steht das „Urban Kitchen“ hoch im Kurs. Da bin ich das ein oder andere  Mal anzutreffen.


Was magst du an den Menschen in der Region so?

Ich glaube, dass die Menschen hier in der Region sehr offen sind. Wenn man hier geboren und aufgewachsen ist, fällt es einem gar nicht so auf. Man fühlt sich wohl. Es ist nicht ganz so groß wie in einer Großstadt und das finde ich ganz gut.


Danke, Kai.

Gerne.

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