(ad) Für die Rhein-Neckar Löwen ist die Saison in der Handball- Champions League beendet. Das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen konnte im Achtelfinal-Rückspiel gegen den ungarischen Vizemeister Pick Szeged den Vier-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel nicht wettmachen und musste sich auch im zweiten Duell dem amtierenden Europapokalsieger geschlagen geben. Mit 29:31 (13:16) zogen die Löwen in Szeged den Kürzeren und verpassten damit den Sprung in die Runde der letzten Acht. Da halfen auch zwölf Treffer von Kapitän Uwe Gensheimer nichts, der an diesem Nachmittag erfolgreichster Werfer für die Löwen war.
In der aufgeheizten Atmosphäre von Szeged erwischten die Gäste den besseren Start und konnten sich bis zur zehnten Minute vor allem dank einer starken Leistung in der Abwehr einen Drei-Tore-Vorsprung herausspielen. Doch nach diesem 4:7 riss der Faden bei den Gelb- Blauen, besonders im Spiel nach vorne fehlte den Badenern die Durchschlagkraft und so dauerte es nicht lange, bis Szeged den Ausgleich erzielte (7:7/ 13.). Je länger die Partie dauerte, desto mehr kontrollierten die Ungarn das Geschehen: Sie bestimmten das Tempo und machten in den entscheidenden Momenten die wichtigen Tore- bis zur Pause gerieten die Löwen mit 13:16 ins Hintertreffen, in der Gesamtaddition aus Hin- und Rückspiel bedeutete dies einen Sieben-Tore-Rückstand, da konnte fast nur noch ein kleines Wunder helfen.
Und nach dem Wechsel sah es zunächst tatsächlich auch so aus, als könnten die Löwen doch noch das fast Unmöglich scheinende schaffen, denn sie kamen entschlossen aus der Kabine zurück und drehten die Partie wieder zu ihren Gunsten, kurzfristig zumindest. Wie schon zum Start der ersten Hälfte war auch in dieser Phase die Deckung sehr fokussiert und damit konnten die Badener Druck über die zweite Welle erzeugen . Nach 41 Minuten lagen die Gäste mit 19:21 vorne, das Ticket fürs Viertelfinale damit wieder in Reichweite. Doch schon wenige Minuten später waren die Hoffnungen der mitgereisten Löwen-Fans wieder dahin, denn ihrer Mannschaft gelang es nicht, die Führung weiter auszubauen, stattdessen legte Szeged wieder auf zwei Tore vor-23:21. Nun lief den Gelb- Blauen die Zeit langsam aber sicher davon, davon profitierten natürlich die Gastgeber, die ihr Spiel mit kühlem Kopf durchzogen und damit das Aus der Löwen in der Königsklasse besiegelten.
Nun heißt es für die Badener volle Konzentration auf die Bundesliga und den Pokal. Im Kampf um die Meisterschaft geht es für die Gelb- Blauen bereits am Mittwoch weiter, dann sind sie auswärts beim TBV Lemgo gefordert.