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29:24- Heimsieg gegen Gummersbach

Löwen legen im Duell um Platz eins vor

Die Rhein- Neckar Löwen haben im Zweikampf um die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga vorgelegt. Das Team von Nikolaj Jacobsen gewann in der Mannheimer SAP Arena gegen den VfL Gummersbach mit 29:24 (17:11) und steht damit zumindest bis morgen wieder auf Platz eins in der Tabelle. Interviews und den Spielbericht finden sie hier.

(ad) Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Handball- Bundesliga zumindest vorläufig wieder die Tabellenführung übernommen. Das Team von Nikolaj Jacobsen gewann in der Mannheimer SAP Arena das Heimspiel gegen den VfL Gummersbach mit 29:24 (17:11) und überholte damit den bisherigen Spitzenreiter THW Kiel. Allerdings haben die Zebras bereits morgen gegen den Aufsteiger HC Erlangen die Gelegenheit, den ersten Platz zurück zu holen. Erfolgreichster Werfer für die Löwen im heutigen Duell gegen Gummersbach war Uwe Gensheimer mit  zwölf Treffern.

Vor 11 200 Zuschauern gaben die Gastgeber gleich die Richtung vor- gegen die zunächst offensiv ausgerichtete Deckung der Gummersbacher fanden die Löwen schnell die richtigen Mittel- Kim Ekdahl du Rietz und Patrick Groetzki sorgten für die 2:0-Führung der Hausherren. Aber auch die Abwehr der Gelb- Blauen war aufmerksam und ließ nach dem zwischenzeitlichen 4:3 (5.) fast nichts mehr zu. Die Gäste kamen in der Folge kaum noch zu Abschlüssen, oft verloren sie den Ball schon im Spielaufbau, das nutzten die Löwen konsequent aus. Zunächst bauten Alexander Petersson, Gedeon Guardiola und Uwe Gensheimer den Vorsprung bis zur elften Minute auf 7:3 aus. VfL- Coach Emir Kurtagic versuchte mit einer Auszeit, sein Team neu auszurichten, allerdings bewirkte dieses Time Out wenig. Die Szenen wiederholten sich: Ballverlust Gummersbach, Gegenstoß der Löwen- Tor. So schraubten die Gastgeber das Ergebnis bis zur 23. Minute auf 15:5 hoch, alles sah spielerisch leicht aus. Doch ein Spieler der Ober-Bergischen kam langsam immer besser in Fahrt: Carsten Lichtlein. Der Nationalkeeper konnte sich in der Schlussphase des ersten Abschnitts immer besser in Szene setzen und war auch ein Grund dafür, dass Gummersbach den Rückstand bis zur Pause wieder etwas verkürzen konnte. Aber auch insgesamt hatte man den Eindruck, dass die Löwen nun etwas unkonzentrierter agierten. So ging es zwar mit einem 17:11 in die Kabinen, aber die Führung hätte zu diesem Zeitpunkt durchaus deutlicher sein können.

Nach dem Wechsel waren die Löwen vor allem im Abschluss nicht mehr so effektiv wie zu Beginn, gerade einmal ein Tor aus dem gebundenen Spiel heraus gelang den Gastgebern bis zur 38. Minute und das trotz einiger gut heraus gespielten Chancen- aber da war ja noch Carsten Lichtlein, 20 Paraden wurden am Ende für ihn notiert, die vielleicht wichtigsten für sein Team machte er in dieser Phase. Dazu wirkte die Abwehr der Gelb- Blauen nicht ganz so bissig und so wurde die Partie noch einmal enger- Gummersbach kam auf 20:16 heran. Wirklich gefährlich konnten die Gäste den Badenern allerdings nicht werden, denn kleiner als vier Tore wurde der Vorsprung nicht mehr. Die Umstellung bei den Löwen auf eine 5:1- Abwehr in der Schlussphase sorgte dann dafür, dass die Gastgeber die letzten Minuten wieder etwas souveräner gestalten konnten und letztlich mit einem 29:24- Erfolg von der Platte gingen. 

Interviews

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"Das war zu erwarten, dass sich der VfL hier nicht einfach kampflos ergibt und dass sie eigentlich besser Handball spielen können als in der Anfangsphase." Für Uwe Gensheimer war klar, dass die Partie auch nach der deutlichen Zehn-Tore- Führung in der 23. Minute kein Selbstläufer wird. Unterm Strich freute er sich über einen ungefährdeten Sieg, eine volle Arena und über ein paar spielfreie Tage vor dem richtungsweisenden Duell in Kiel. Was der Kapitän nach dem Heimsieg sagte, das hören sie in diesem Interview.
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"Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben im Angriff den Ball gut laufen lassen, was in den letzten Spielen vielleicht nicht immer so gut gelungen ist und haben heute auch gegen beide Abwehrvarianten von Gummersbach gut ausgesehen." Rundum zufrieden war Patrick Groetzki nach dem Heimsieg gegen Gummersbach zwar nicht, nichts desto trotz geht er mit einem guten Gefühl aus dieser Partie und blickt selbstbewusst in Richtung Spitzenspiel. Wie das Fazit des Rechtsaußen ausfiel, hören sie hier.
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"Das ist schon brutal, wenn du jedes Spiel gewinnen musst, um Meister zu werden. Aber wir wollten da oben stehen und jetzt versuchen wir, alles zu geben." Nikolaj Jacobsen war nach der Partie zunächst froh, dass seine Mannschaft die anstrengenden englischen Wochen mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen hat, denn aus seiner Sicht war dem Team auch heute teilweise anzumerken, dass die Frische fehlt. Wo sich dies bemerkbar machte und  wie der Coach die Woche vor dem Spiel in Kiel nutzen möchte, hören sie hier.
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Bilder zur Verfügung gestellt von: RNL

Hier einige Bilder vom Heimsieg gegen Gummersbach (Fotos: Michaela Cupryk):

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Harald Reinkind erzielte den Treffer mit der höchsten Geschwindigkeit.

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Kim Ekdahl du Rietz tankt sich durch.

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Uwe Gensheimer bereit zum Wurf aufs Tor.

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Bjarte Mryhol wartet auf den Ball.

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In der Abwehr unverzichtbar: Alexander Petersson.

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Das Team bedankt sich bei über 11 000 Fans.

Die Bilder in voller Größe und mehr Fotos von den Spielen der Löwen finden sie hier.

Rhein-Neckar Löwen:

Landin, Rutschmann (bei einem Siebenmeter) - Petersson (3), Schmid (1), Ekdahl du Rietz (4)- Groetzki (5), Gensheimer (12/ 4)- Mryhol (2)- Kneer (1), Guardiola, Reinkind (1), Sigurmannsson (n.e.), Steinhauser (n.e.), Ganshorn (n.e.).

Nächstes Löwenspiel:
Sonntag, 5.April, 17.15 Uhr: THW Kiel- Rhein-Neckar Löwen (Sparkassen-Arena Kiel)

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