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Mehr als nur ein Abwehrchef: Gedeón Guardiola

Das Löwen- Interview der Woche (7)

In der Abwehr ist Gedeón Guardiola bei den Rhein-Neckar Löwen der unumstrittene Chef, doch als Defensivspezialist sieht sich der Handball-Weltmeister von 2013 nicht unbedingt. Deshalb nimmt es der Kreisläufer im Spiel nach vorne auch gerne einmal mit den schnellen Außenspielern auf und erzielt dann auch den ein oder anderen Treffer über den Gegenstoß. Und das nicht nur bei den Löwen, sondern auch in der spanischen Nationalmannschaft. Mit dieser trifft Gedeón Guardiola am Mittwoch in der EM-Qualifikation auf Deutschland und damit auch auf seine Vereinskollegen Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Stefan Kneer. Das Länderspiel in der Mannheimer SAP-Arena ist deshalb natürlich auch ein Thema im Video- Interview mit Radio Regenbogen, aber der 30-Jährige spricht auch über die Löwen, den Verfall der spanischen Liga und verrät wieso er eigentlich nur zufällig Kreisläufer wurde.

(ad) Im Sommer 2012 kam Gedeón Guardiola zusammen mit seinem Zwillingsbruder Isaias zu den Handballern der Rhein- Neckar Löwen und entwickelte sich dort schnell zu einer festen Größe. Besonders in der Defensive war der spanische Nationalspieler schon bald nicht mehr weg zu denken. Die Bezeichnung Abwehrchef gefällt ihm allerdings nicht wirklich: "Klar ist es hier meine Rolle, der Mannschaft besonders in der Abwehr zu helfen, da Bjarte meistens in der Offensive spielt, aber als Abwehrchef sehe ich mich nicht. Ich bin auch schnell und fit genug, um mit nach vorne zu laufen. Da kann ich schon mit Patrick Groetzki und Uwe Gensheimer mithalten", sagt der Kreisläufer im Video-Interview mit Radio Regenbogen und grinst.

Denn Gedeón Guardiola weiß sehr wohl, dass er am Kreis am Besten aufgehoben ist, auch wenn das zu Beginn seiner Karriere etwas anders war: "Ich habe damals mit meinem Bruder im Rückraum angefangen, er rechts und ich links, doch bei einem Spiel in Valencia haben wir einen Kreisläufer gebraucht und da hat mich der Trainer an den Kreis gestellt und von dem Tag an bin ich da geblieben", blickt der 30-Jährige auf seine Anfänge auf dieser Position zurück. Valencia war vor 14 Jahren die erste Station für die Guardiola- Brüder in der spanischen Liga ASOBAL, die damals jedoch noch mehr Glanz versprühte als heute. "Da hat sich die Wirtschaftskrise deutlich bemerkbar gemacht, es fehlt an Sponsoren und heute spielen die meisten Topspieler im Ausland", so Gedeón Guardiola zu den aktuellen Problemen des Klub-Handballs in seinem Heimatland.  

Ab Montag werden jedoch die besten Ballwerfer Spaniens wieder vereint sein, in Heidelberg beginnt dann die Vorbereitung der iberischen Nationalmannschaft auf das wichtige EM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland am Mittwoch."Das ist schon verdammt kurz", weiß auch der Löwen-Kreisläufer, der dann in der Mannheimer SAP Arena auch auf seine Vereinskollegen Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Stefan Kneer treffen wird.

Wie er die Ausgangslage vor diesem Spiel sieht und wie er nach der Länderspielpause die Chancen der Löwen auf den Titel beim Final Four um den DHB Pokal einschätzt, das erfahren sie in diesem Interview.

Das Löwen-Interview der Woche mit Gedeón Guardiola
Das Löwen-Interview der Woche mit Gedeón Guardiola