Familie

Nicht immer nur "Nein!" - Das sind die cleveren Alternativen

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So einfach kannst du die vier Buchstaben umgehen

​„Nein, das darfst du nicht!“ – Ein Satz, den man als Kind nicht unbedingt gerne gehört hat. Sei es im Supermarkt, im Restaurant oder zu Hause. Ein "Nein" führt manchmal zu Tränen und hinterlässt einen negativen Beigeschmack: Hören Kinder das Wort zu oft, bekommen sie das Gefühl, so gut wie alles verboten zu bekommen. Für sie verliert das Wort an Bedeutung und irgendwann reagieren sie gar nicht mehr darauf.

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Das Phänomen hast du als Elternteil sicherlich schon beobachtet. Oft musst du zehnmal Nein sagen, bis der Nachwuchs schließlich reagiert - und dabei meinst du es ja nicht immer böse. Oft willst du deine Kinder nur beschützen, sie davon abhalten, sich zum Beispiel selbst weh zu tun. „Nein, du fasst die Herdplatte jetzt nicht an!“ und „Nein, du kannst das noch nicht essen, das ist viel zu heiß!“ Du weißt also, dass „Nein“ zu sagen in der Erziehung wirklich wichtig ist. Sei es um die Kleinen zu schützen, sie davon abzuhalten Unsinn anzustellen oder ihnen den Unterschied zwischen richtig und falsch beizubringen. Wie jetzt aber sicherstellen, dass das Kind bei Nein auch wirklich hört?

Alternativen zum „bösen Wort“

Das funktioniert, indem du einfach öfter versuchst auf die vier Buchstaben zu verzichten. Meist gibt es nämlich Alternativen, das „böse Wort“ zu umgehen.

1. Sage, warum das Kind gewisse Sachen nicht tun soll
Statt einfach zu sagen: „Nein, hör auf!“, kannst du es auch mit „Mach das nicht, sonnt tust du dir weh!“ oder „Mach das nicht, sonst geht der Teller kaputt!“ versuchen. Dann versteht das Kind, warum du ihm gewisse Sachen verbietest.

2. Biete Alternativen an
Dieser Tipp kann dir das Leben wirklich leichter machen. Auf „Ich will jetzt ein Eis haben!“ kannst du eine Alternative anbieten. Sage stattdessen zum Beispiel: „Jetzt gibt es keins, aber wie wäre es mit einem Nachtisch nach dem Mittagessen?“ Meist ist das Kind dann schon zufrieden.

3. Positiv formulieren und Ablenken
Statt zum Beispiel beim Einkaufen zu sagen: „Nein, die Schokolade kaufe ich dir jetzt nicht!“ könntest du vorschlagen: „Komm, wir suchen lieber einen schönen Apfel.“ So hast du das böse Wort geschickt umgangen und das Kind mit etwas anderem abgelenkt.
Übrigens: Ablenkung funktioniert in vielen Fällen. Kinder sind fasziniert von allem, was es auf der Welt zu entdecken gibt. Allerdings verlieren sie auch schnell das Interesse, sollte sich eine Alternative bieten. Heißt: Stürzt sich das Kind in einem Laden zum Beispiel auf teures Porzellan, kannst du schnell versuchen, seine Aufmerksamkeit beispielsweise auf einen bunten Plastikbecher im Regal nebenan oder andere Dinge zu lenken.

4. Sagen, dass du darüber nachdenkst
Wenn dein Kind sagt: „Ich will das jetzt haben!“ kannst du ihm erklären, dass du darüber nachdenkst. Dann fühlt sich das Kind ernst genommen – auch wenn du am Ende trotzdem Nein sagst.

5. Bei kleinen Verstößen entspannter sein
Im Leben deines Kindes gibt es genügend Situationen, in denen du ihnen angemessenes Verhalten beibringen kannst. Es ist nicht nötig, die Kleinen den ganzen Tag zu Recht zu weisen. Bist du zum Beispiel auf dem Heimweg vom Einkaufen und das Kind will in eine Pfütze springen? Dann lass es. Dein Kind will sein Lieblingsshirt zum Schlafen anziehen? Warum nicht. Nicht jede Situation im Alltag muss ein Machtkampf zwischen dir und deinem Nachwuchs sein. Wenn das Kind sich mit seinen Aktionen nicht in Gefahr bringt oder andere mit seinem Verhalten beeinträchtigt, kannst du ab und zu schon mal das ein oder andere Auge zudrücken.

Also: Vielleicht gefällt dir ja einer der Vorschläge und du findest eine passende Alternative zum bösen Wort "Nein".
 
 

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