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Gesundheit

Zeckenbiss: Das kannst Du dagegen tun!

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Diese Tipps solltest Du berücksichtigen

Die Tage werden länger, die Hosenbeine kürzer; kurzum der Frühling steht vor der Tür. Wenn dich die ersten Sonnenstrahlen ins Freie locken, solltest du jedoch vorsichtig sein, denn in Wiesen, Wäldern und hohen Gräsern können Zecken lauern.

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Bisher kannte man vor allem den gemeinen Holzbock als verbreitetste Zeckenart in Deutschland. Kürzlich haben Forscher des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr in München eine neue Art namens Ixodes inopinatus entdeckt. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und breitet sich nun in Süddeutschland großflächig aus. Ob auch diese Zecke die Krankheit FSME (kurz für  Frühsommer-Meningoenzephalitis) überträgt, wird noch untersucht.
Eine andere Zeckenart, die im nun bestätigten Verdacht stand FSME zu übertragen, ist die Auwaldzecke. Sie ist aktiver als der gemeine Holzbock und lauert vor allem in feuchten Gebieten. Da sie hauptsächlich Hunde befällt, sind zum Glück nur wenige Menschen betroffen. Generell solltest du dich aber vor allen Zeckenarten in Acht nehmen.

Hier sind 3 Tipps, wie du dich vor den gefährlichen Bissen schützen kannst:

1. Meide Gebiete mit hohen Gräsern und Wälder. Wenn du trotz allem dem Ruf der Natur nicht widerstehen kannst, trage lange Hosen und langärmlige Oberteile.
2. Gründliche Untersuchung. Nach einem Waldspaziergang solltest du deinen Körper nach Zecken absuchen. Besonders gerne setzen sich die Spinnentiere unter den Achseln, im Leistenbereich, den Kniekehlen und hinter den Ohren fest.
3. Allzweckwaffe Kokosöl. Die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure schreckt circa 80 Prozent der Zecken ab.

Das ist zu tun, wenn du gebissen wurdest

Wenn du trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gebissen wurdest, solltest du die Zecke schnellstmöglich entfernen. Hierzu gibt es zahlreiche Hilfsmittel wie Zeckenzangen, -karten und Pinzetten. Wichtig bei jeder dieser Anwendungen ist, dass du die Zecke möglichst hautnah packst. Sonst besteht die Gefahr nur den Kopf, nicht aber den in der Haut steckenden Stechapparat zu erwischen.
Tritt nach dem Zeckenbiss eine lokale Hautrötung auf, auch Wanderröte genannt, kann dies ein erstes Anzeichen für Borreliose sein. Die erste Entzündung lässt sich meist problemlos mit Antibiotika behandeln. Erfolgt keine Behandlung kann es zu Nervenlähmungen, Gelenk- oder Herzmuskelentzündungen kommen. Glücklicherweise ist bei einer zeitnahen Entfernung der Zecke die Wahrscheinlichkeit einer Borrelioseinfektion sehr gering.
Anders als gegen Borreliose kannst du dich gegen FSME vorbeugend impfen lassen. Besonders in Risikogebieten (zu denen auch Baden-Württemberg zählt) empfiehlt das Robert-Koch-Institut diese Impfung.
Die Symptome der Erkrankung sind Kopfschmerzen, Erbrechen und Lähmungen. Ohne Behandlung kann die Hirnhautentzündung tödlich verlaufen.

Abschrecken lassen ins Grüne zu gehen, solltest du dich aber von diesen Bedrohungen nicht. Mit Vorsicht und ein paar Schutzmaßnahmen kannst du die Sonne der ersten Frühlingstage bedenkenlos genießen.

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