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Gesundheit

Die gefährliche Sandmücke breitet sich in Süddeutschland weiter aus!

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Darauf musst du achten

Sie ist nur wenige Millimeter groß – trotzdem geht eine große Gefahr von ihr aus! Die Sandmücke ist ein tückischer Krankheitsüberträger, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und kommt nun auch nach Deutschland. Hier findest du die wichtigsten Informationen, wie gefährlich die Sandmücke ist und wie du dich am besten vor den Bissen schützt.

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In den letzten Jahren wurden im Rahmen von Untersuchungen immer mehr Sandmücken in Deutschland gefunden. Im Mittelmeerraum ist ihr Vorkommen schon lange bekannt, jetzt kommen sie auch zu uns. Betroffen ist vor allem Süddeutschland, besonders die Rheinebene aufgrund des hier herrschenden milden Klimas.

Die europäische Sandmücke ist 1,3 bis 4mm groß, hat einen sandfarbenen haarigen Körper und verhältnismäßig große Augen. Sie ist ab einer Stunde nach Sonnenuntergang bis zu einer Stunde vor Sonnenaufgang aktiv und gehört zu den sogenannten "Poolsaugern". Das bedeutet, dass sie ein Loch in die Haut beißt und das sich sammelnde Blut aufsaugt. Deshalb ist der Biss besonders schmerzhaft und du merkst im gleichen Moment, dass du gebissen wurdest.

So schützt du dich vor den schmerzhaften Bissen:

1. Lange Kleidung – Am besten schützen dich lange Hosen und langärmelige Oberteile. Auch geschlossene Schuhe sind sehr wichtig, da Sandmücken vorwiegend in Bodennähe leben und dort besonders aktiv sind. Trotzdem können sie auch mehrere Meter hoch fliegen.
2. Mückenschutzmittel – Auch wenn der größte Teil des Körpers mit Kleidung bedeckt ist, musst du alle freiliegenden Stellen mit Mückenschutz behandeln. Du solltest auf jeden Fall einen professionellen Schutz nutzen, da Hausmittel unwirksam gegen Sandmücken sind.
3. Moskitonetz – Sandmücken sind nachtaktiv und nutzen gerne den Schlaf ihrer Opfer aus, um diese unbemerkt zu beißen. Deshalb solltest du vor den Fenstern deines Schlafzimmers oder über deinem Bett ein Moskitonetz anbringen. Dabei musst du vor allem darauf achten, dass das Netz sehr engmaschig ist, da die Mücken so klein sind.

Nach einem Biss der Sandmücke:

Wenn du trotz der Vorsichtsmaßnahmen bemerkst, dass du gebissen wurdest, solltest du den Biss und deinen Körper in der nächsten Zeit genau beobachten. Weil beim Biss Giftstoffe aus der Speicheldrüse der Sandmücke injiziert werden, entstehen Blasen und Papeln, die lange brauchen bis sie vollständig abgeheilt sind. Da der reine Biss ungefährlich ist, kannst du ihn ähnlich pflegen wie normale Mückenstiche. Es kann allerdings auch eine allergische Reaktion auftreten, bei der es zu einer großen nässenden Wunde mit rotem Hof kommt. Tritt das auf, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser sollte außerdem prüfen, ob eine Leishmaniose-Infektion vorliegt.

Die Krankheit Leishmaniose:

Leishmaniose ist eine Krankheit, die sehr oft von Sandmücken übertragen wird. Kommt es zu einer Infektion, leidest du an Fieber und Müdigkeit. Außerdem entsteht Blutarmut und die Blutgerinnung ist gestört. Auch innere Organe können von den Leishmanien befallen werden. Wenn die Krankheit entdeckt wird, ist sie gut behandelbar, jedoch kann sie ohne Behandlung tödlich enden. Für Kleinkinder ist die Infektion besonders gefährlich.
 
Ein hundertprozentiger Schutz vor Sandmücken und den entsprechenden Risiken ist nicht möglich, aber wenn du Vorsichtsmaßnahmen triffst, solltest du den Sommer trotzdem genießen können. 

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