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Gesundheit

Anti-Aging-Arzt verrät: Genießer leben länger

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Die Dosierung ist entscheidend

„Rotwein ist gesünder als Fruchtsaft“ – das erklärt Anti-Aging-Experte Professor Bernd Kleine-Gunk. Die Kernaussage: Sport und Ernährung reichen nicht für ein langes Leben – Genuss ist entscheidend. Worauf wir im Alter achten müssen, um gesund und jung zu bleiben, haben wir für euch zusammengefasst.

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Altern sieht man oftmals im Gesicht der Menschen: Die Haut fängt an zu hängen und man bekommt Falten. Die lästigen Falten mögen zwar als gesellschaftlich „unschön“ gelten – was aber tatsächlich wichtig ist, sind die gesundheitlichen Probleme, die das Altern mit sich bringt. So z.B. Demenz, Schlaganfälle, Herzinfarkt etc. Doch wie hält man den Alterungsprozess im Körper auf?

Genuss ist wichtig

„Menschen die das Leben genießen, leben nicht nur besser, sondern auch länger.“

Das behauptet Professor Kleine-Gunk im Interview mit „Fit und gesund“-Moderator Carsten Lekutat.

Dass Genießer somit jünger bleiben, liegt an Glückshormonen die ausgeschüttet werden, wenn wir uns was Gutes tun. Zudem wirken sie lebensverlängernd. Ein auschlaggebender Prozess ist aber auch das Hormesis Prinzip. Das bedeutet: Was schlecht für uns ist, ist auch gut für uns, solange es in Maßen ist. Es kommt also auf die Dosierung an.

Wenn wir mit Stress und Belastung konfrontiert sind, dann fahren wir unsere Schutzenzyme hoch, stimulieren wir unser Immunsystem, dann aktivieren wir Reparatur-Mechanismen. Das ist die sogenannte hormetische Antwort auf Stressreize. Das hält uns gesund und lässt uns auch langsamer altern.

Ein gutes Beispiel: Die Sauna. Wir wissen, dass saunieren gesund ist, obwohl es eigentlich in erster Linie Stress für den Körper ist. Der Körper reagiert aber auf diesen Stress, durch die Bildung von sogenannten „Heat-Shock-Proteinen“. Diese schützen uns vor Hitze, nicht nur in dem Moment, in dem wir in der Sauna sitzen, sondern auch danach.

So auch Intervall-Fasten. Eine moderne Anti-Aging- und Diät-Methode, die derzeit super im Trend ist. Das Fasten ist erstmal purer Stress für den Körper. Keine Nahrung und somit keine Energie zu bekommen ist eine große Belastung. Was macht der Körper? Er findet darauf eine gesunde Antwort: In diesem Fall schüttet er sogenannte Sirtuine aus, die aktiviert werden. Das sind Langlebigkeitsenzyme, die machen DNA-Reparatur und entsorgen den Müll aus unseren Zellen. Dass sind kleine Helfer, mit denen wir nicht geboren werden, sondern wir entwickeln müssen, durch gewisse gesunde und milde Stressreize.

Die Dosierung ist entscheidend
Da fragt man sich aber: Ist das nicht eine riskante Strategie, sich einer solchen Gefährdung auszusetzen? Das ist natürlich eine Dosierungsfrage. Wer zu lange in der Sauna bleibt, stirbt an einem Herzversagen. Wer das Fasten übertreibt, verhungert. Wer den moderaten Alkoholkonsum zu weit treibt, stirbt an einer Alkoholvergiftung. Nur weil Dinge bei Suchtverhalten schlecht sind, müssen wir nicht dauerhaft darauf verzichten. Das richtige Maß ist also der Schlüssel zum Erfolg.

Warum hält Sport uns so gesund?
Weil auch Sport nach dem Hormesis-Prinzip funktioniert. Denn auch Sport ist in erster Linie eine Belastung für den Körper. Besonders bei Muskeltraining oder Bodybuilding, schädigen wir erstmal unsere Muskeln auf einer molekularen Ebene. Wir trainieren nämlich bis die Muskeln schmerzen, da durch die Bewegung kleine Fibrillen im Muskel beschädigt werden. Der Körper reagiert, indem er repariert. Und nicht nur das: Er repariert indem er überkompensiert. Am Ende entsteht also mehr Muskelmasse als vorher.

Was er dabei allerdings auch macht, ist neue Mitochondrien herzustellen. Das sind sozusagen die Organe einer Zelle. Diese altern mit der unseren Körperzellen mit. Indem wir Sport machen, können wir aber neue und vor allem junge Mitochondrien erzeugen, die uns und unsere Zellen jung halten.

Zucker ist der Altmacher schlechthin
Zucker ist nicht nur ein Brennstoff, der uns Energie schenkt, sondern auch ein Klebstoff. Nicht nur, wenn er an den Fingern kleben bleibt, sondern auch in unserem Körper auf molekularer Ebene. Er verklebt nämlich Eiweiße. Wenn diese Eiweiße verkleben, werden sie geschwächt und verlieren ihre Elastizität. In unserer Haut führt das dann wiederum zur Faltenbildung und lässt uns sichtbar älter wirken.

Lieber also den vollkommen übersüßten Fruchtsaft also durch ein gutes Glas Rotwein ersetzen. Denn Rotwein hat eine super Anti-Aging-Substanz: „Resveratrol“. So spart man sich den alt-machenden Zucker im Saft und kann als Genießer länger leben.

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