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Gesundheit

Vorzeitige Menopause – Wenn die Wechseljahre zu früh kommen

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Mit Mitte 30 unfruchtbar...

Wenn man das Wort „Menopause“ hört, denkt man meistens an Frauen, die schon mindestens das fünfzigste Lebensjahr erreicht haben und wahrscheinlich schon auf Enkelkinder warten. Jedoch gibt es auch Frauen, deren Wechseljahre um einiges früher beginnen. Für viele Betroffene ist das ein Schock…

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Was ist die „Menopause“?
 
Die Wechseljahre beschreiben eine Zeitspanne von mehreren Monaten oder Jahren, in denen sich der weibliche Hormonhaushalt umstellt. In dieser Zeit produzieren die Eierstöcke immer weniger weibliche Geschlechtshormone, bis sie irgendwann ganz damit aufhören. Wenn das passiert, setzt die Menopause ein. Damit sind die Wechseljahre abgeschlossen.
 
Die Menopause ist die letzte Regelblutung der Frau. Die Eierstöcke hören nicht nur damit auf, Hormone zu produzieren, sondern es werden auch keine Eizellen mehr freigegeben. Die Frau ist danach unfruchtbar und kann keine Kinder mehr bekommen.
 
Man kann nicht im Voraus sagen, wann die Menopause einsetzt. Denn erst wenn die Periode zwölf Monate ausgeblieben ist, kann man davon ausgehen, dass es die letzte Regelblutung war. Ab diesem Moment gehören Verhütung und Menstruationsbeschwerden der Vergangenheit an. Viele Frauen genießen das.
 
Aber es gibt auch Frauen, die darunter leiden, dass sie keine Kinder mehr bekommen können. Für sie ist es eine große psychische Belastung. Und noch schlimmer ist es, wenn die Menopause zu früh eintritt…
 
Wenn die Menopause zu früh kommt…
 

Wann die Menopause eintritt ist sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig. So kann die Anzahl an Kindern, die eine Frau bekommen hat, ein Einflussfaktor sein. Aber auch die Gene und der Lebensstil spielen eine Rolle. So bekommen Mütter und Töchter ungefähr im gleichen Alter die Menopause.  Aber auch das Rauchen oder Übergewicht können Einfluss darauf nehmen…
 
Im Durchschnitt kann man aber sagen, dass die Menopause ungefähr ab einem Alter von 51 Jahren einsetzt. Natürlich gibt es auch Frauen, bei denen das (viel) später oder früher passiert.
 
Setzt sie jedoch vor dem 40. Lebensjahr ein, wird es als „vorzeitig“ bezeichnet. Besonders bei jungen Frauen leidet die Psyche mit. Sie sind verunsichert von den körperlichen Veränderungen und haben Angst vor dem Verlust ihrer Weiblichkeit. Und parallel dazu verlaufen die körperlichen Veränderungen. Die Betroffenen müssen sich mit Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, spröder Haut und Haaren und depressiven Verstimmungen herumschlagen.
 
Aber am schlimmsten ist der Gedanke daran, dass man keine Kinder mehr bekommen kann. Besonders das macht vielen Frauen zu schaffen…
  
Das Ende der Familienplanung…
 
In den Wechseljahren hat die Frau kaum fruchtbare Eizellen mehr. Deshalb kann sie auch nicht mehr schwanger werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Menopause altersgerecht oder früh war. Deshalb sollten gerade Frauen, die sich Mitte 30 noch ein Kind wünschen, grundsätzlich mit dem Thema  „frühe Wechseljahre" auseinandersetzen!
 
Denn durch einen Hormontest kann man feststellen, wie weit sich eine Frau in den Wechseljahren befindet, aber selbst dann lässt sich nicht feststellen, wie lange sie noch fruchtbar bleibt… Eine frühzeitige Eizellspende ist in manchen Fällen die einzige Möglichkeit dann noch schwanger zu werden.
  
Was sind die Ursachen für die vorzeitige Menopause?
 
Die Ursache für das verfrühte Einsetzen der Wechseljahre ist medizinisch noch nicht vollständig geklärt. Häufige Ursachen sind aber genetische Fehlbildungen, Autoimmunkrankheiten, Chemo – oder Strahlentherapie oder operative Entfernungen der Eierstöcke oder der Gebärmutter. Aber auch Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht und Diabetes können frühe Wechseljahre begünstigen.
 
Bei Frauen unter 40 vermuten Ärzte eine vorzeitige Menopause, wenn sie menopausale Symptome aufweisen und nicht schwanger werden können. Durch Schwangerschaftstests, Messungen des Hormonspiegels und durch zusätzliche Tests kann die Menopause festgestellt und die Ursache gefunden werden.
 
Was mache ich, wenn ich die frühzeitige Menopause diagnostiziert bekomme?

Wichtig ist, dass man bei einer frühzeitigen Menopause behandelt wird. Denn das Risiko für Osteoporose oder Herzinfarkt ist stark erhöht. Dies lässt sich jedoch durch eine Hormonersatztherapie verhindern oder zumindest verzögern.

Im Gegensatz zu Frauen über 50, ist diese Behandlung bei jüngeren Betroffenen nicht zu vermeiden. Die Präparate mit Östrogenen (und Gestagenen) werden dann bis zum 50. Lebensjahr eingenommen, weil da die natürliche Menopause einsetzten sollte.

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