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Gesundheit

Handhygiene als Infektionsschutz

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Das Händewaschen wird heutzutage von immer mehr Menschen vernachlässigt

Um viele Infektionskrankheiten vorzubeugen, ist häufiges und vor allem gründliches Händewaschen enorm wichtig. Bei vielen wird dies aber immer häufiger vernachlässigt. Zu diesem Thema hat die KKH im Oktober 2019 eine Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben, bei der 1000 Menschen im Alter von 18 bis 72 befragt wurden.

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Besonders in der kalten Jahreszeit, wenn wieder eine Grippewelle die nächste jagt, sollte Händewaschen unablässig sein. Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH zufolge wäscht sich trotzdem nur jeder dritte Mann und jede vierte Frau nach dem Nach-Hause-Kommen die Hände. Von den 1000 Befragten gaben auch nur etwa ein Drittel an, dass sie ihre Hände vor einer Mahlzeit nochmals zusätzlich waschen. Anstatt des klassischen Gangs zum Waschbecken folgt bei immer mehr Menschen der Griff zum Desinfektionsmittel. Dies kann ein Spray sein, aber auch ein Tuch oder eine Art Handcreme.

Desinfektionsmittel statt Händewaschen

Die Studie der KKH hat ergeben, dass von den Befragten inzwischen bereits jeder Vierte immer ein Desinfektionsspray mit sich trägt und jeder fünfte Desinfektionstücher. Ein starker Anstieg, waren es 2015 nur jeder siebte und jeder achte. Etwa die Hälfte der Befragten versucht es im Alltag zu vermeiden bestimmte Objekte anzufassen. Dazu gehören Türklinken, Handläufe oder Schalter. Insbesondere bei der Nutzung von öffentlichen Toiletten sind viele der Befragten besonders vorsichtig.

Finger weg vom Gesicht

Egal was man berührt, die KKH rät dazu die Hände weitestgehend vom Gesicht fernzuhalten. Besonders Mund, Nase und Augen sind gefährdet, da Bakterien über die Schleimhäute besonders einfach in den Körper gelangen können. Auch beim Husten und Niesen sollte man das lieber in die Armbeuge oder ein Taschentuch tun, anstatt in die Hände – insbesondere wenn nicht die Möglichkeit besteht anschließend seine Hände zu waschen.

Händewaschen ist nicht gleich Händewaschen

Händewaschen verringert die Gefahr auf Infektionskrankheiten erheblich. Jedoch ist Händewaschen nicht gleich Händewaschen. Man sollte sich genügend Zeit lassen und seine Hände gründlich waschen, um auch alle Bakterien zu erwischen.

Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nach sollte man auf folgende 5 Grundregeln achten:

1. Nass machen: Die Hände werden unter fließendes Wasser gehalten. Die Temperatur kann dabei so gewählt werden, dass sie angenehm ist.

2. Rundum einseifen: Handinnenflächen, Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen sollten gründlich eingeseift werden.

3. Zeit lassen: Gründliches Händewaschen dauert mindestens 20 Sekunden, bei stark verschmutzten Händen auch länger.

4. Gründlich abspülen: Die Hände sollten unter fließendem Wasser abgespült werden.

5. Sorgfältig abtrocknen: Das Abtrocknen der Hände – auch der Fingerzwischenräume – gehört zum wirksamen Händewaschen dazu. Durch das Abtrocknen werden Keime entfernt, die noch an den Händen oder im restlichen Wasser an den Händen haften. 

Dazu sollten die Hände gut gepflegt werden

​Besonders im Winter sollte man seine Hände zusätzlich gut pflegen und eincremen. Durch das gründliche Waschen wird nämlich die Schutzbarriere der Haut beschädigt und es werden Fette herausgespült. 
Eine Empfehlung zu Desinfektionsmitteln zu greifen gibt es im Allgemeinen nicht. Wäscht man seine Hände gründlich, reicht das im Normalfall aus. Hat man jedoch eine bestimmte Immunkrankheit, kann die zusätzliche Nutzung von Desinfektionsmitteln hilfreich sein.

 
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