Verbrauchertipps

Bio, regional oder saisonal? – Was ist am besten?

Anzeige

So kaufst du nachhaltig ein!

Was bedeutet „Bio“? Ist regional wirklich regional? Und wann ist ein bestimmtes Obst erhältlich? Beschäftigt man sich zum ersten Mal mit Nachhaltigkeit, scheint es komplizierter zu sein, als erwartet. Dabei muss man nur bestimmte Dinge wissen…

Anzeige

Zehn Sorten Tomaten, eine extra Theke mit Bio-Produkten und Erdbeeren im Dezember – Im Supermarkt findet man alles. Dabei ist es oft schwer, einen Überblick darüber zu erhalten, welche Produkte wirklich nachhaltig und gesund sind. Möchte man auf Nachhaltigkeit achten, sollte man Lebensmittel kaufen, die regional, saisonal und bio sind.
 
Bio-Produkte – Ist das nicht genug?

Viele Menschen denken, dass mit dem Kauf von Bio-Produkten alles getan ist, ohne wirklich zu wissen, was „Bio“ überhaupt bedeutet.

Bio bedeutet an erster Stelle, dass bei der Herstellung auf chemische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche mineralische Düngemittel verzichtet wird. Die Tierhaltung findet möglichst artgerecht statt und es gibt strenge gesetzliche Vorschriften, die zu beachten sind, damit man das Bio-Siegel bekommt. Dieses bestätigt, dass alle europäischen Mindeststandards erfüllt sind. Jedoch werden die Treibhausemissionen nicht immer reduziert, sondern oft vergrößert, da Bio nicht bedeutet, dass das Produkt einen kurzen Trasportweg hatte!

Leider reicht es nicht aus, nur auf das Bio-Siegel zu achten, denn eine Bio-Gurke aus Spanien, die zusätzlich in Plastik verpackt ist, ist definitiv nicht besser als die „normale“ unverpackte Gurke aus Holland. Denn das Bio-Siegel bringt nichts, wenn der Transportweg lange und das Produkt zusätzlich in Plastik verpackt ist. Zusätzlich ist dieses Produkt auch noch teurer.
 
Regional – Aber wie erkennt man das?

Bio-Produkte lassen sich dank des Siegels gut erkennen. Wenn es aber darum geht, woher das Produkt kommt, ist es etwas komplexer. Denn bei den Produkten steht nur das Herstellungsland, aber nicht die Region drauf. Jedoch hat für beispielsweise Rheinland-Pfalz ein Produkt aus dem französischen Elsass einen kürzeren Transportweg, als ein Produkt aus Schleswig-Holstein. Und genau das ist wichtig, wenn man nachhaltig Einkaufen geht. Je kürzer der Transportweg ist, desto geringer sind die Treibhausgasemissionen!

Jedoch können regionale Produkte auch ohne Bio-Siegel gut sein. Denn ein Bauer aus dem eigenen Gebiet kann eine artgerechte Tierhaltung haben und eine gute Qualität, ohne ein Siegel zu haben, denn dieses ist sehr teuer. Und bei einem Produkt aus der Region kann man eher in Erfahrung bringen, woher es kommt und wie es hergestellt wird, als bei Produkten aus fernen Ländern.
 
Saisonale Ware – Eine gute Ergänzung

Wenn man regional einkauft, kauft man meistens auch Produkte, die saisonabhängig sind. Das betrifft vor allem Obst und Gemüse. Denn diese sind  immer nur zu bestimmten Jahreszeiten reif und können auch nur zu diesem Zeitpunkt geerntet werden. Kauft man diese Produkte auch außerhalb der Saison, dann sind sie aus anderen Ländern importiert und haben einen langen Transportweg oder sie werden in Gewächshäusern gezüchtet, was einen sehr hohen Energieaufwand benötigt. Beides ist für die Umwelt schlecht und meist verlieren die Lebensmittel ihren Geschmack und ihre Nährstoffe.

Häufig weiß man aber gar nicht, welche Podukte wann in ihre Saison haben. Aus diesem Grund gibt es eine Übersicht auf Nachhaltiger-Warenkorb.de.
 
Und was ist nun die beste Lösung?

Grundsätzlich sollte man auf alle drei Aspekte achten, aber natürlich ist das nicht immer möglich. Deshalb empfiehlt der Deutsche Bauernverband: „Kaufen Sie saisonal, dann regional – heimische Ware, sprich Lebensmittel, die in Deutschland erzeugt worden sind, und dann schauen Sie im dritten Schritt auf die Prozesskette und auf Siegel.“

 

Anzeige