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Die Vier von hier

Alice und Jonas aus Freiburg leben in einem Tiny House

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Außergewöhnliches Wohnen in Baden und der Pfalz

Jeder von uns kennt inzwischen jemanden, der verzweifelt in Mannheim, Heidelberg oder Karlsruhe eine bezahlbare Wohnung sucht oder gesucht hat.

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Alice Beaulat und ihr Lebensgefährte Jonas Quack aus Freiburg haben für dieses Problem eine simple Lösung gefunden: sie haben sich ein Haus gekauft – aber kein Gewöhnliches. Sondern ein Häuschen auf Rädern, ein sogenanntes Tiny House. Ein paar Fakten rund um das Tiny House findest du hier, direkt vom Experten.
 

Wir haben hier unten 15m² fürs Wohnzimmer, Küche und Bad. Und oben zum Schlafen 5m². Kochen ist für mich richtig wichtig, ich habe jetzt zwei Küchenplatten, die zum Kochen und Arbeiten sind, und unten drunter ist Stauraum. Das Bad ist ein Meter breit mal 2.3m lang, das ist echt klein.

Insgesamt bietet ihr Tiny House also etwa 20m². Natürlich bleibt bei so einer winzigen Größe nicht unbedingt Platz für viel Kram. Das Paar lebt ein sehr minimalistisches Leben und besitzt nur das Nötigste.

Es gibt vielleicht eine Creme, die wir jeden Tag benutze - und nicht zehn. Da habe ich auch entsprechend aussortiert. Bei den Klamotten war es ein bisschen schwieriger, ich habe nur ein paar Hosen, ein paar Tops und Pullis, die ich benutze.

Nur wenn Gäste kommen und Geschenke mitbringen, erzählt Alice, wird das mit dem Platz manchmal etwas schwierig. Denn sie haben einen klaren Standpunkt.

Das ist auch in unserer Philosophie, zu versuchen, nichts Neues zu kaufen – wirklich nur das, was wir brauchen.

Auch im Verbrauch müssen sie sparsam sein. In einem Tank speichern sie das Wasser, was sie fürs Duschen, Spülen und die Toilette benötigen. Gebrauchtes Wasser fließt in das sogenannte Grauwasser, der Rest geht in einen Eimer, den sie alle drei Wochen leeren. Allzu lange können sie also nicht unter der Dusche stehen, auch ihren Gasverbrauch müssen sie im Auge behalten.

Das sind einfach Sachen, wo wir drauf achten müssen, was wir verbrauchen – und das ist, finde ich, sogar gut.

Gemeinsam auf engstem Raum wohnen – das kann schon mal schwierig sein. Aber die beiden haben gelernt, damit umzugehen.

Wenn wir uns wirklich auf die Nerven gehen, gehe ich spazieren. Ansonsten muss man auch lernen, ein bisschen leiser zu sein. Morgens zum Beispiel stehe ich früher auf, da muss Jonas dann entweder Oropax benutzen oder ich bin einfach leiser. Prinzipiell ist das wie eine kleine WG, man muss einfach etwas Rücksicht aufeinander nehmen.

Bis vor wenigen Wochen hatten es sich die beiden in Eichstetten gemütlich gemacht - in den Weinbergen am Kaiserstuhl - nun sind sie ins Saarland zu Freunden gefahren und parken Ihr Haus auf einer Wiese. Für Alice gibt es nichts schöneres, als in ihrem winzigen mobilen Haus zu wohnen.

Ich liebe es einfach Vögel zu hören, wenn ich aufwache. Ich freue mich, dass ich direkt im Grünen bin.

Es ist ein vollkommen idyllisches Leben, in dem man der Natur ganz nahe sein kann. Weit entfernt von den lauten, überfüllten Städten und dem verschwenderischen Überkonsum. Ein minimalistisches Leben, seinem Verbrauch bewusst und vor allem eins: außergewöhnlich.

 
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