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Rhein-Neckar

Trinkwasser in Heidelberg und Dossenheim verunreinigt - aktuelle Infos!

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Wasserwerk Entensee stillgelegt

Die Feuerwehr in Dossenheim und Heidelberg ist noch immer in höchster Alarmbereitschaft. Am Donnerstagvormittag gegen 10 Uhr meldeten die Behörden, dass das Trinkwasser zunächst in Dossenheim und wenig später auch im Stadtgebiet Heidelberg verunreinigt gewesen sei. Laut Statements im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag sei mit einer Entwarnung zu rechnen. Abschließende Untersuchungen laufen derzeit aber noch.

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Die Behörden haben ein Infotelefon eingerichtet: Erreichbar unter der Nummer: 06221/522-1800.

Trinkwasser im Labor untersucht

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt wurde die Stillegung des Wasserwerks Entensee in Auftrag gegegeben. Aktuell laufen umfangreiche Netzspülungen und Analysen. Vorliegende Ergebnisse deuten auf keine Auffälligkeiten hin. Donnerstagnachmittag werden allerdings weitere Ergebnisse aus verschiedenen Laboren erwartet.

Es wird davon ausgegangen, Entwarnung geben zu können, die abschließenden Ergebnisse müssen aber noch abgewartet werden. Das wurde am Nachmittag auf einer Pressekonferenz mittgeteilt. Grenzwerte der gängigen Parameter seien aber bisher eingehalten worden. Da die Verunreinigung von dem Heidelberger Tiefenbrunnen Entensee ausgegangen ist, wurde dieser stillgelegt. Die Netzeinspeisung wurden entsprechend angepasst und Versorgungsleitungen durchgespült.
 

 
Die Behörden weisen darauf hin, dass aus Vorsichtsmaßnahmen heraus gehandelt wurde. Es sind darüber hinaus keine Gesundheitsschäden durch das verunreinigte Trinkwasser in den betroffenen Gebieten bekannt. Untersuchungen laufen allerdings noch.

Zusammenhang mit Chemieunfall vom Wochenende?

Da es am vergangenen Wochenende einen Chemieunfall in Heidelberg Wieblingen gegeben hatte, kamen während der Pressekonferenz Fragen über einen Zusammenhang auf. Diesen haben die Behörden aber ausgeschlossen, da der Tiefenbrunnen Entensee dafür zu tief liege, um davon betroffen gewesen sein zu können.
 

 

   
Was bisher geschah
 
Gegen 10 Uhr am Morgen hatte es die erste Warnung der Feuerwehr gegeben. Diese bezog sich allerdings zuerst nur auf Dossenheim. Die Meldung hatte von ersten Auffälligkeiten, einer bläulichen Färbung des Wassers, berichtet. Man solle unter keinen Umständen mit dem Wasser in Berührung kommen.

Schulen, Einrichtungen und Restaurants geschlossen

Um mögliche Verletzte durch das verunreinigte Trinkwasser zu vermeiden, wurden Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen. Die Feuerwehr fährt mit Lautsprecherwagen durch das Stadtgebiet von Dossenheim und die betroffenen Ortsteile von Heidelberg, um die Bevölkerung zu informieren. Auch über die Dienste KATWARN und NINA gingen Warnungen raus. Viele Restaurants haben geschlossen, da in diesen auch mit Trinkwasser gearbeitet wird. Betroffen ist beispielsweise der Europäische Hof in Heidelberg. Andere Restaurants zogen am Donnerstagmittag nach. Auch Zahnärzte und andere Betriebe, die Trinkwasser für ihre Arbeit benötigen, haben im Laufe des Mittags zu gemacht oder ihr Angebot entsprechend eingeschränkt. Die Universität Heidelberg hat ihre Studenten in einer E-Mail gewarnt, Trinkwasser zu nutzen. Betroffen sei der Campus auf dem Neuenheimer Feld und die Institute in Neuenheim, am Philosophenweg und an der Albert-Überle-Straße.

Trinkwasser-Verunreinigung in Heidelberg und Dossenheim: Durchsage der Feuerwehr, von kbaumann

 
Hamsterkäufe in Supermärkten

Unterdessen wird in Supermärkten in Dossenheim und Heidelberg das Trinkwasser knapp. Viele Menschen tätigten Hamsterkäufe, um ihre Wasservorräte aufzufüllen.
 

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