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​Achtung: Listerien infizieren Tiefkühl-Gemüse – Bereits 9 Tote!

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit warnt vor Tiefkühl-Gemüse!

Listeria monocytogenes ist ei n ernst zunehmendes Bakterium. Sie werden immer häufiger in Tiefkühlgemüse gefunden. Über 47 Krankheitsfälle und 9 Tote haben sie schon eingefordert.

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sagte in einer Pressemeldung, dass vor allem gefrorener Mais am stärksten betroffen ist – es könnte aber auch anderes gefrorenes Gemüse als Quelle für den Ausbruch von Listeria monocytogenes sein. Auffällig ist ebenfalls, dass die meisten Produkte alle vom selben ungarischen Hersteller kommen. 

Es wurden in den Jahren 2016, 2017 und auch 2018 die gleichen Stämme des Bakteriums in den Produkten einer ungarischen Firma entdeckt. Besonders verseucht war hierbei Tiefkühl-Mais. Aber auch andere Produkte betroffen. Erst kürzlich rief Lidl Deutschland ein weiteres Produkt zurück, da es mit dem gefährlichen Parasiten befallen sein könnte

Dies deutet daraufhin, dass die Bakterien-Stämme niemals vollständig aus der Verarbeitungsanlage entfernt wurden – trotz durchgeführten Reinigungs- und Desinfektionsverfahren.
Das Ungarische Amt für Lebensmittelsicherheit reagierte vergangene Woche entsprechend: Seit dem 29. Juni 2018 ist dort die Vermarktung aller Tiefkühlprodukte, die von der betroffenen Pflanze zwischen August 2016 und Juni 2018 hergestellt wurden verboten.
Ebenfalls wurde ein großflächiger Rückruf betroffener Produkte gestartet.

Damit wird zwar die Verbreitung der TK-Produkte gestoppt, allerdings ist das Gemüse schon bei vielen Verbrauchern zu Hause und wird teilweise über Jahre gelagert.
 

Die Inkubationszeit von Listeriose kann bis zu 70 Tage dauern – viele können sich dann gar nicht mehr an den Verzehr der TK-Kost erinnern.

 
Die Infektion mit Listeria monocytogenes verläuft in der Regel ohne erkennbare Symptome. Begünstigende Faktoren für die Erkrankungen sind eine Schwangerschaft, eine Nahrungsumstellung oder andere, bereits vorliegende Erkrankungen.

Bei Menschen mit einem funktionierenden Immunsystem verläuft die Krankheit in der Regeln mit Symptomen im Magen-Darm-Bereich wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Oftmals bleiben entsprechende Symptome ganz aus.
Bei Patienten mit Immunschwäche kann es hingegen zusätzlich zu Lymphknotenschwellungen oder auch Entzündungen im Auge kommen. Auch Entzündungen im Hals, Rachen, Harnblase oder das Nierenbecken sind möglich.
Vor allem ältere Menschen sind gefährdet, da es bei ihnen auch zu einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute kommen kann.

Meistens geht bei einer Erkrankung eine Fieberphase voraus die einer Erkältung ähneln.

Bei schwangeren Frauen kann es zu Fehl- und Totgeburten kommen, da es zu einer Infektion der Geschlechtsorgane kommt. Ebenso sind Blutvergiftungen und Schwellungen von Leber und Milz möglich.
Ein Nachweis des Erregers im Blut eines Patienten ist in Deutschland meldepflichtig.
 
Die Übertragung von Listeria monocytogenes erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren sowie über verunreinigte Lebensmittel. Besonders betroffen sind hier Milchprodukte, Speiseeis, unbehandeltes Obst und Gemüse sowie Produkte aus rohem Fleisch.

Eine Behandlung der Infektion ist mit verschiedenen Antibiotika möglich.

Der Behörde für Lebensmittelsicherheit ist leider nicht bekannt, um welche Produkte es genau geht und welche Chargen betroffen sind, da die Verbreitung und auch der Zeitraum einfach zu groß sind.

Seit 2015 wurden bereits 74 ernstzunehmende Krankheitsfälle in Österreich, Finnland, Schweden und dem Vereinigtem Königreich gemeldet. Darunter waren neun Tote.

Grundsätzlich gilt: Das TK-Gemüse sollte ordentlich abgekocht und niemals roh gegessen werden! Besonders gefährdet sind ältere Menschen, schwangere Frauen, Neugeborene und Erwachsene mit geschwächtem Immunsystem.
 

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