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Mamas werden in unserer Gesellschaft viel zu wenig wertgeschätzt

So viel würdest du verdienen, wenn „Mutter“ ein anerkannter Beruf wäre

Das Muttersein ist ein Vollzeit-Job – keine Frage. Leider erhält er immer noch viel zu wenig Anerkennung. Doch wie viel Gehalt würde uns eigentlich dafür zustehen, wenn „Mama“ ein bezahlter Beruf wäre?

Eines ist klar: Es gibt keinen schöneren, erfüllenderen und  größeren Lohn auf dieser Welt als das eigene Kind. Die kleinen Füßchen, die ersten Schritte und Worte oder das selbstgebastelte Geschenk zu Mutter – das sind Freuden, die einfach unbezahlbar sind. Und dennoch, werden haushohe Erwartungen an Mütter gestellt und wie mit ihnen in unserer Gesellschaft umgegangen wird ist und bleibt ungerecht.

Wer Mama ist, wird keinem Gerecht

Ganz ehrlich: als Mutter muss man sich vieles anhören. Wer sich entscheidet, Vollzeit-Mama zu sein und dafür den Job aufzugeben, muss sich in eine Abhängigkeit begeben – und wird kritisiert. Wer hingegen arbeiten geht UND Mutter sein will, muss sich oft jahrelang beinahe zerreißen – und wird auch dafür kritisiert. Als Mutter muss man Höchstleistungen erbringen, ohne dafür Anerkennung zu bekommen, geschweige denn finanziell dafür entlohnt zu werden. Und egal wie man es am Ende macht, man macht es in den Augen anderer natürlich auch noch falsch.

Arbeiten wird immer flexibler. So lässt sich Berufs- und Familienleben auch besser für Mütter verbinden. Welche Möglichkeiten es gibt und wo du dich informieren kannst, erfährst du hier

Diese Dienstleistungen erbringt man als Mutter

Das Online-Dienstleistungsportal „Star of Service“ hat jetzt aufgeschlüsselt, welche Jobs eine Mutter jeden Tag ‚für umme‘ erledigt und was ihre Arbeit wert wäre, wenn unsere Gesellschaft sie tatsächlich honoriere. So viel vorweg: Den Zweitjob könnten sich Mamas definitiv sparen…

Beginnen wir doch mal mit dem Offensichtlichen: Dem Haushalt. Für diese Sparte des Mama-Berufs berechnete das Portal die folgenden Dienstleistungen (alle Angaben pro Woche):

  • 2 Stunden Kochen
  • 10 Stunden Putzen
  • 2 Stunden Aufräumen
  • 2 Stunden Bügeln, Einrichten und Dekorieren
  • 2 Stunden Gartenarbeit
  • Plus: Bei Müttern von Babys und Kleinkindern der Vollzeit-Nanny-Job
  • Zudem legte „Star of Service“ seinen Berechnungen auch noch folgende Tätigkeiten zugrunde:

  • 1,5 Stunden Paarberatung
  • 5 Stunden Beratung und Life Coaching
  • 3 Stunden Psychologische Betreuung
  • 5 Stunden Finanzplanung und Terminkoordination
  • 2 Stunden Hausaufgabenhilfe
  • 5 Stunden Fahrdienste und Kinderbetreuung bei ‚Betriebsausflügen‘
  • Basierend auf dieser aufzubringenden Dienstleistungen kam das Portal für eine „Mutter aus dem Branchenbuch“ auf ein Jahresgehalt von rund 72.000 Euro – also etwa 6.000 Euro monatlich. Und das ohne Anspruch auf Urlaub oder die Berücksichtigung von Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld.

    Muttersein ist ein lebenslanger Job

    Wer sich das mal genauer durchgerechnet hat, dem wird auffallen, dass „Star of Service“ das Muttersein tatsächlich als  einen ziemlich durchschnittlichen Beruf abgebildet hat: Die Auflistung der Tätigkeiten ergibt eine Gesamtarbeitszeit von 38,5 Stunde pro Woche – ohne den Nanny Job! Darüber kann jede Mama natürlich nur herzlich lachen, denn das würde ja bedeuten, dass wir als Mütter knapp 130 Stunden in der Woche für Schlaf und unsere eigene Freizeit hätten… schön wär’s!

    Zu dem mehr oder weniger berechenbaren Tätigkeitsbereich kommt natürlich ein bedeutender Aspekt hinzu: Mutter zu sein ist ein Life-Time-Job, kein Vollzeit-Job. Zudem bringen Mütter in unserer Gesellschaft natürlich einen unverhältnismäßigen Wert und Nutzen, der von viel größerer Bedeutung ist, als bei den meisten herkömmlichen Berufen. Insofern wären die errechneten 6.000 Euro Mutter-Gehalt pro Monat tatsächlich extrem knauserig angelegt – aber sie wären immerhin ein Anfang…