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Mogelpackung des Jahres 2018: Das sind die fünf Nominierten

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Verbraucher können über den "Gewinner" abstimmen

​Mit der „Goldenen Himbeere“ werden jährlich die schlechtesten Filme geehrt. Im Bereich Lebensmittel gibt es einen ähnlichen Preis, die „Mogelpackung des Jahres“. Damit will die Verbraucherzentrale Hamburg gegen dreiste und vor allem versteckte Preiserhöhungen vorgehen. Noch bis zum 20. Januar können Kunden eines der fünf nominierten Produkte zum vermeintlichen „Sieger“ küren.

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Jedes Jahr vergeben

Vielleicht hat der ein oder andere in den letzten Jahren gemerkt, dass uns Verpackungen öfter mal täuschen und viele Produkte teurer geworden sind. Das ist natürlich ärgerlich, als Kunde etwas dagegen zu unternehmen ist allerdings schwer. Doch genau das versucht die Verbraucherzentrale Hamburg, indem sie die „Mogelpackung des Jahres“ vergibt. Damit kürt sie Produkte, bei denen die Preiserhöhung besonders dreist und versteckt ist.  

Kunden können abstimmen

Wie diese auf ihrer Webseite mitteilt, gab es im vergangenen Jahr fünf Produkte, die in die engere Auswahl gekommen sind. Vorher konnten Kunden ihre persönlichen Hinweise zu Mogelpackungen einschicken. Wie die Verbraucherzentrale mitteilte, gingen so über 2.0000 Vorschläge ein. Jetzt können die Verbraucher noch bis zum 20. Januar für ihr Produkt abstimmen. Einen Tag später wird dann der Sieger des Negativpreises geehrt.
 

   
Die diesjährigen Nominierten

Für die „Mogelpackung des Jahres 2019“ sind die Chipsletten von Lorenz Snack-World, Smarties von Nestlé, die  Mini Babybel von Bel und die Truthahnsalami von Dulano (Lidl), sowie das Obstwiese Rheinisches Apfelkraut von Grafschafter nominiert.

1. Chipsletten von Lorenz:

Bei diesen Chips beklagt die Verbraucherzentrale die Tatsache, dass die Füllmenge pro Dose von 170 Gramm auf 100 geschrumpft ist – und das bei gleichem Preis. Heißt also der Snack ist bis zu 70 Prozent teurer geworden. Verbraucher werden davon vielleicht nicht allzu viel mitbekommen haben. Die Verpackung ist optischzwar leicht verändert und trotzdem aber gleich groß geblieben. Das Problem nur: Es ist eben einfach weniger drin. 

2. Smarties von Nestlé:

Die Smarties sind äußerst beliebt und dürfen für viele auf Geburtstagen nicht fehlen. Bei der Riesenrolle der Schokodrops hat Nestlé jetzt besonders getrickst. Der Lebensmittelhersteller hat den Inhalt von 150 auf 130 Gramm reduziert, wobei die Verpackung nur minimal kleiner wurde. So haben es wahrscheinlich die wenigsten Verbraucher gemerkt. Bei gleichem Preis der Rollen sind die Smarties dadurch also 15 Prozent teurer geworden. Interessant: Schon 2014 hatte der Hersteller seine Füllmenge reduziert. Damals von 170 pro Packung auf 150 Gramm.

3. Mini Babybel von Bel:

Die runden Käsekugeln sind vor allem bei Kindern beliebt. Zu kaufen gibt’s den Snack auch in der mini und fettreduzierten Variante. Bei beiden ging der Lebensmittelhersteller besonders dreist vor. Denn: Pro Netzt gibt es jetzt eine Babybel weniger. Heißt also, eine Reduktion von sieben auf sechs, bzw. – bei anderem Netzt – von sechs auf fünf Käsekugeln. Das bedeutet, dass die Preiserhöhung hier 20 Prozent beträgt.  

4. Truthahnsalami Light von Dulano (Lidl):

Auf der Verpackung der Salami steht deutlich zu lesen, dass es sich hierbei um ein Light, also fettreduziertes, Produkt handelt. Deswegen umso dreister: Die Truthansalami enthält überhaupt nicht weniger, sondern sogar mehr Fett als die normale Wurst desselben Herstellers. Da die Light Packung nur 100 statt 200 Gramm Salami enthält, spricht die Verbraucherzentrale hier im Schnitt von einer Preissteigung um 30 Prozent.

5. Obstwiese Rheinisches Apfelkraut von Grafschafter:

Bei dieser Mogelpackung greift der Hersteller zu einem besonderen Trick. Unter dem neuen Namen „Obstwiese Rheinisches Apfelkraut“ gibt es das Glas, das vorher „Apfelschmaus“ hieß, mit 130 Gramm weniger Inhalt. Die Rezeptur hat sich nicht verändert, weswegen das Produkt also um 41 Prozent teuer ist.

Dreiste Tricks

Die Verbraucherzentrale Berlin schreibt in diesem Zusammenhang, dass auf allen Produkten keinerlei Hinweise bezüglich der Veränderungen zu erkennen sind. So versuchen die Hersteller „ihre Tricksereien clever zu kaschieren“.

Wer sich also gegen diese dreisten Preiserhöhungen wehren will, kann einem der fünf Produkte seine Stimme geben. Und wer weiß, vielleicht überdenken die Lebensmittelhersteller ihr Vorgehen, wenn sie den Preis für die "Mogelpackung des Jahres 2018" bekommen. Schaden kann es jedenfalls nicht. 
 

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