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Vorsicht Fake-News: WhatsApp Sprachnachricht behauptet, Ibuprofen verschlimmere Corona

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Wir haben bei der Medizinischen Universität Wien nachgefragt

Durch die Corona-Krise leben wir in einer Zeit, in der sich viele Menschen schnell verunsichern lassen. Klar, schließlich geht es nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern auch um die der eigenen Eltern und der Kinder. Jetzt kursiert auch noch eine Sprachnachricht im Raum Karlsruhe, in der es heißt, dass das bekannte Schmerzmittel Ibuprofen den Corona-Virus begünstige. Wir haben bei der Medizinischen Universität Wien nachgefragt und sie haben bestätigt: es handelt sich dabei um Fake-News.

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UPDATE 17.03.2020

Auch wenn die Medizinische Universität Wien sagte, dass die Berufung auf sie bzgl. einer angeblichen Studie nicht stimme, hat sich mittlerweile die Weltgesundheitsorganisation WHO zu dem Thema geäußert und rät von einer Einnahme des Schmerzmittels bei Corona-Verdacht ab.

Alle Infos hier

Inhalt der Sprachnachricht

Die 1:40 minütige Sprachnachricht, die derzeit über WhatsApp verbreitet wird, kommt von einer Elisabeth, die sich an eine Isabella richtet. Diese bittet die Empfängerin, diese Nachricht weiter zu verteilen, bevor sie zum eigentlichen Inhalt der Nachricht kommt. Eine Freundin von Elisabeth arbeite offenbar an der Universität in Wien. Sie berichtete darüber, dass sie dort "ein bisschen Forschung betrieben" haben, um einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Ibuprofen und dem Corona-Virus bei italienischen Patienten mit schwerwiegenden Symptomen zu untersuchen. 

Angeblichen haben die Forscher in Wien das Corona-Virus und Ibuprofen zusammengebracht und es gebe "stichhaltige Beweise, dass Ibuprofen die Vemehrung des Virus beschleunigt". Es heitßt, dass die Ärzte in Wien "mündlich" und "inoffiziell" raten, die Einnahme von Ibuprofen zu vermeiden und auf andere Schmerzmittel zurückzugreifen. Es gebe "eindeutige Hinweise", dass Ibuprofen die Ausbreitung vom Corona-Virus im Körper eher verschlimmere. "Schriftlich wird da nichts gemacht, weil es eben keine großangelegte Studie ist, keine ewig langen Beweisketten, die man hat. Man hat nur stichhaltige Hinweise, die keiner Klage durch die Pharmaindustrie irgendwie standhalten würden", heißt es in der Sprachnachricht.

Fake-News: Das sagt die Medizinische Universität Wien dazu

Auf Anfrage von Radio Regenbogen sagte uns Mag. Johannes Angerer von der Medizinischen Universität Wien, dass es sich bei diesen Informationen, die über diese Sprachnachricht verbreitet werden, um Fake-News handelt. Es gebe zwar keine Studie zu diesem Thema, jedoch hat sich dazu jetzt die WHO zu Wort gemeldet.

Vorsicht bei Meldungen, die Panik machen

Wie in jeder Krisensituation, die relevant für die Gesellschaft und die Menschen ist, gibt es schwarze Schafe, die die Bevölkerung mit absichtlichen Falschmeldungen verunsichern oder sich gar finanziell daran bereichern wollen. Deswegen unser Tipp: WhatsApp-Nachrichten oder Links zu dubiosen und unbekannten Internetseiten immer hinterfragen und sich nicht verunsichern lassen. Sollte dir eine solche Meldung auffallen, rufe uns gerne unter 08000 34 35 36 an oder schreibe uns eine WhatsApp-Nachricht mit dem Link an die 0176 13 200 600. So können wir der Sache nachgehen und idealerweise darüber berichten, dass es sich um Fake-News handelt, um verunsicherte Menschen wieder zu beruhigen.

 

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