Baden & Pfalz

Mit dem Auto von Peking nach Karlsruhe - und zurück

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Freude auf den Winter in Sibirien

Es war eine der unglaublichsten Geschichten dieses Sommers: Zhenjiang Hu und seine Frau Jianyi Wan aus China reisten mit dem Auto von Peking nach Karlsruhe! 11 000 Kilometer in 18 Tagen!

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Die beiden besuchten ihren in Karlsruhe lebenden Sohn Fangfang Hu sowie dessen Frau Duanduan Tan und den einjährigen Enkel Lukas Su Chen, denn der hatte Geburtstag. Jetzt am Sonntag steht die Rückfahrt an, und so schwer der Abschied auch fällt - auf die lange Fahrt haben die beiden richtig Lust. "Da ist so eine Vorfreude", erzählt Fangfang. "Denn meine Eltern sehen neue Landschaften, neue Städte und neue Kulturen."

Dafür wollen sie sich für die Rückfahrt deutlich mehr Zeit nehmen. Statt die Strecke wie auf der Hinfahrt in 18 Tagen zurückzulegen, ist die Rückkehr in Peking jetzt erst für Ende Oktober geplant. Und um möglichst viel zu erleben, nehmen die reiselustigen Chinesen sogar Umwege in Kauf - insgesamt 4 000 Kilometer mehr! Unter anderem ist ein Besuch auf der Krim geplant. Und dann freut sich vor allem Fangfang Hus Vater auf etwas, was eigentlich nicht wirklich vergnügungssteuerpflichtig ist: Winter in Sibirien. Von dieser Gegend war er schon auf der Hinfahrt überwältigt. "Er findet einfach, dass das etwas Besonderes ist. Landschaft, keine Stadt, keine Hochhäuser, nur Natur", übersetzt Fangfang Hu die Schwärmereien seines Vaters, der ja sonst den hektischen Trubel der Millionenmetropole Peking gewohnt ist.

Wenn Zhenjiang Hu und Jianyi Wan dann in ihrer Heimat Peking angekommen sind, wollen sie es erstmal ruhiger angehen lassen. Der nächste Besuch in Karlsruhe lässt aber nicht lange auf sich warten. Im März 2019 soll das sein - dann aber mit dem Flugzeug und nicht mehr mit dem Auto. "One time is enough", sagt Zhenjiang auf englisch und lacht. "Einmal ist genug."

Radio Regenbogen hat die beiden für ihre Reise übrigens mit einem "Überlebenspaket" ausgestattet. Es enthält unter anderem: ein Stabfeuerzeug, Kugelschreiber, ein Kartenspiel sowie Tempotaschentücher und Eiskratzer - für den Winter in Sibirien.

Bilder: Radio Regenbogen/privat

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