Nichts mehr verpassen! Jetzt für Benachrichtigungen registrieren und die wichtigsten Nachrichten als erstes bekommen.

Lädt ...
Was sind Benachrichtigungen? Radio Regenbogen verschickt Benachrichtigungen, wie man sie von Apps auf dem Smartphone kennt. Wir informieren damit über aktuelle Ereignisse in Deutschland und der Welt direkt nachdem sie passieren.
Heute keine Lust? Kein Problem, einfach das Fenster schließen - wir fragen nach einer Weile nochmal!
Gesundheit

Angehörige im Interview: Caro

Anzeige

"Geteiltes Leid ist halbes Leid."

​Erkrankt ein geliebter Mensch an Krebs ist plötzlich alles anders. Nicht nur bei diesem, auch bei Angehörigen löst die Diagnose einen Schock aus. Ängste und Sorgen machen sich breit. Wie geht es weiter? Was kommt auf uns zu? Schaffe ich das? Und vor allem: Wie kann ich dem Kranken helfen? Oft ist es nicht leicht, mit dieser Hilflosigkeit klarzukommen. Trotzdem ist es als Angehöriger mehr als wichtig, für die betroffene Person da zu sein und Kraft zu spenden.

Anzeige

Eine Stütze, das war Caro auf jeden Fall. Sie musste mit ansehen, wie ihre Mutter Birgit an Brustkrebs erkrankte. Doch statt aufzugeben, fingen beide an zu kämpfen. Gemeinsam überstanden sie die schwere Zeit, die sie nur noch enger zusammenschweißte.

Angehörige im Interview: Caro | #GemeinsamGegenBrustkrebs, von kbaumann

Bevor Birgit ihrer Tochter die schlechte Nachricht überbrachte, hatte Caro schon ein komisches Gefühl.

Ich habe schon Tage vorher gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt.

Irgendetwas war anders, nur Caro wusste nicht was. Weiter hatte sie sich dann aber keine großen Gedanken gemacht – bis zu diesem einen Tag. Es war Muttertag und Caro hatte Birgit noch gesagt, wie lieb sie sie habe und wie dankbar sie sei, dass sie so eine Mutter habe. Mit Tränen in den Augen erzählte Birgit ihr dann von dem Knoten, den sie in der Nacht entdeckt hatte. Caro stand unter Schock – schließlich war auch schon ihre Oma an Brustkrebs gestorben.

Am Anfang ist für mich eine Welt zusammengebrochen, da wusste ich gar nicht, wie ich damit umgehen soll.

Caro begann sofort zu googeln, was denn ein Knoten in der Brust noch bedeuten könne. Es müsse ja nicht immer gleich Krebs sein. Nachdem sie ihre Mutter dann davon überzeugt hatte, zum Frauenarzt zu gehen, unterstützte sie sie bei jedem Arztbesuch – und das waren einige. 

Es war mir wichtig, dass meine Mama da nicht alleine hin muss.

Aus der schwierigen Zeit, die beide nur noch enger zusammen schweißte, hat Caro einiges gelernt. Sie achtet jetzt mehr auf ihren Körper, geht regelmäßig joggen und achtet auf ihre Ernährung. Auch weiß sie jetzt mehr als vorher, die Zeit zu genießen.

Für andere Angehörige von Erkrankten hat sie einen Tipp. Sie rät jedem auch eine andere Person zu suchen, mit der man über die schwierige Situation reden kann. Denn auch zwischen ihr und ihrer Mutter war nicht immer alles rosig. Trotzdem ist es unglaublich wichtig, für den Erkrankten da zu sein, denn:

Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Im Interview hat Caro unter anderem über das Thema Unterstützung, gute und schlechte Tage, sowie ihre Beziehung zu ihrer Mutter gesprochen. Außerdem erzählt sie, ob bei ihr ein erhöhtes Risiko besteht Brustkrebs zu bekommen und wie sie damit umgeht.

Anzeige