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Gesundheit

Zeckenjahr 2019: FSME-Risiko und "Super-Zecke" breiten sich aus!

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Immer mehr Risikogebiete in Deutschland!

Die Temperaturen werden milder und der Frühling steht vor der Tür- somit steigt wieder das Risiko von einer Zecke gebissen zu werden. Die kleinen Krabbeltiere sind sehr resistent und ab einer Temperatur von etwa acht Grad bereits aktiv. Die mit FSME infizierten Zecken breiten sich immer weiter aus und in Deutschland wurde eine Zeckenart aus den Tropen gesichtet, die gefährliche Krankheiten übertragen kann.

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Bereits das Jahr 2018 war ein gutes Jahr für die Zecken. Die Zeckendichte war so hoch wie nie zuvor und die Zahl der an FSME-Erkrankten war überdurchschnittlich hoch. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden alleine im letzten Jahr 583 FSME-Fälle gemeldet. Das neue Jahr 2019 sieht für uns nicht besser aus!

FSME-Risikogebiete breiten sich aus

Mittlerweile besteht in immer mehr Teilen Deutschlands die Gefahr, nach einem Zeckenbiss an FSME zu erkranken. Der FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kann eine Entzündung von Gehirn und Hirnhaut auslösen. Jetzt hat das Robert Koch-Institut die Anzahl der FSME-Risikogebiete um fünf neue Landkreise erweitert.

Mit dem Emsland in Niedersachsen ist erstmals ein Landkreis in Norddeutschland betroffen. Die weiteren vier Risikogebiete grenzen an bereits bestehende Risikogebieten: Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen, die kreisfreie Stadt Kaufbeuren in Bayern, sowie die Landskreise Garmisch-Patenkirchen und Landsberg am Lech sind nun ebenfalls als FSME-Risikogebiete eingestuft.

Somit gibt es in Deutschland 161 betroffene Landkreise, die hauptsächlich in Bayern, Baden-Württemberg, sowie in Teilen von Hessen, Sachsen und Thüringen liegen.

Die Hyalomma-Zecke

Im letztem Jahr wurde in Deutschland des Öfteren eine tropische Zecke entdeckt, welche ursprünglich aus Asien, Afrika und Südeuropa kommt. Sie ist fünf Mal so groß wie die heimische Zecke und ist zudem auch noch widerstandsfähiger. Die sogenannte "Super-Zecke" hat auffällig gestreifte, behaarte Beine und kann besonders schnell laufen. Laut dem RKI kann sie gefährliche Krankheiten übertragen, wie beispielsweise das oft tödliche Krim-Kongo-Virus.

Experten gehen davon aus, dass die Larven der Hyalomma-Zecke mit Zugvögeln nach Deutschland gebracht wurden.

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shutterstock_115759372.jpg, by praktikant

Panik ist nicht angebracht!

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden erst 19 Exemplare in acht Bundesländern gefunden. Das RKI teilte mit, dass keine dieser 19 Zecken einen Infektionserreger in sich trug.

Generell gilt: Falls man einen Zeckenbiss merkt, ist es wichtig, sie richtig zu entfernen!
 

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