Gesamtsumme: 311.675,00
Christiane Pache aus Ketsch 50,00 €
Mario Haubert aus Wald-Michelbach 50,00 €
Peter und Christa Krämer aus Altlußheim 20,00 €
Nadine Thoma aus 79194 Gundelfingen 20,00 €
Astrid und Klaus Paarmann und Kühnert aus Rheinau- Freistett 50,00 €
Anita Jungmann aus Ludwigshafen 10,00 €
Corneli Wesp aus Bietigheim 100,00 €
Mathias Wolf aus Mutterstadt 50,00 €
Heiderose Renk aus Appenweiher 10,00 €
Dunja Junker aus Schwanau 30,00 €
Verbrauchertipps

Deutchlands Plastikverbrauch auf Platz Vier der Welt - wir sollten dringend etwas ändern!

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Getränke, Hygieneartikel, Kleidung und Lebensmittel - alles kommt in Plastik. Doch welche Alternativen gibt es?

Die Müllproduktion, insbesondere der Plastikverbrauch, stellt ein immer größer werdendes Problem für Umwelt, Mensch und Tier dar. Die Weltmeere leiden unter einer enormen Verschmutzung durch Plastik. Und wir alle können etwas ändern!

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Von großen Plastiktüten, in denen sich Seevögel, Fische und Schildkröten verfangen bis hin zu Mikroplastik, das von den Tieren bei der normalen Nahrungsaufnahme fälschlicherweise für Plankton gehalten und gegessen wird und im Endeffekt auf unseren Tellern landet. Wir tun uns und unserer Umwelt mit unserem unbedachten und fahrlässigen Plastikkonsum keinen Gefallen.

Wir alle sollten uns mehr und mehr mit dem Thema Plastikverbrauch auseinander setzen und unseren eigenen Umgang mit dem zwar praktischen aber ungesunden Material überdenken. Wir Deutschen zählen uns zu den Spitzenreitern der Müllproduzenten und erzeugen im Jahr etwa 37 Kilogramm Plastikmüll – pro Kopf! 

Oft fällt es nicht leicht, alte Gewohnheiten zu verändern. Ein paar Kleinigkeiten kann jedoch jeder von uns beachten, ohne sich großartig anstrengen zu müssen – und der Plastikkonsum kann entscheidend reduziert werden.

1. Stoffbeutel statt Plastiktüten

In den deutschen Supermärkten sind Plastiktüten mittlerweile kostenpflichtig. Für das Gemüse werden jedoch immer noch Plastiktüten angeboten und wie ich immer wieder feststelle auch in Massen genutzt. Die Tomaten, Zucchini und Gurken müssen alle ihre eigene Tüte bekommen, weil… ja, wieso eigentlich? Am besten solltest du dir vor jedem Einkauf eine Liste schreiben und dementsprechend wiederverwendbare Tüten von Zuhause mitnehmen – sei sie aus Plastik oder im besten Fall aus Stoff. Du tust der Umwelt etwas Gutes und für dich bedeutet es keinen großen Aufwand.

2. „Coffee to go“-Becher vermeiden

Glücklicherweise sind die wiederverwendbaren Kaffeebecher schon fast zum Trend geworden. Bunte Farben, lustige Sprüche und ein schickes Design schmücken die oft aus Bambus bestehenden Kaffee- oder Teebecher, die wir in unserem Lieblingscafé auf die Theke stellen und problemlos auffüllen lassen können. Ohne zu einem Einwegbecher greifen zu müssen.

3. Leitungswasser trinken

Spart nicht nur Geld und Schlepperei, sondern auch massenhaft Plastik. Leitungswasser ist immer zugänglich und die Qualität ist in Deutschland extrem hoch, da es strengen Kontrollen unterliegt. Zur Not kannst du dir auch selbst einen Wasserfilter an den Wasserhahn bauen, der mögliche Schadstoffe aus deinem Trinkwasser filtert. 

Auch hier gibt es mittlerweile etliche wiederverwendbare Trinkflaschen in den verschiedensten Größen, Farben und Formen. Falls du lieber Sprudelwasser als stilles Mineralwasser trinkst, kannst du auch über die Anschaffung eines Wassersprudlers nachdenken. Auf die Dauer wird auch dieses Gerät nicht nur deinen Geldbeutel sondern auch die Umwelt schonen.

4. Plastikmüll im Bad

Shampoo-Flaschen, Seifenspender und Bodylotions. Alles ist mit handlichen Plastikflaschen verpackt und sorgt für einen ordentlichen Müllverbrauch in unserem Bad. Doch auch hier ist die Vermeidung von Plastikartikeln gar nicht mal so schwer. Statt der Seife aus dem Seifenspender, die meiste mit Duftstoffen und sogar Mikroplastik versetzt ist, solltest du zur gesünderen und umweltfreundlicheren Alternative greifen – einem herkömmlichen Seifenstück. Macht die Hände genau so sauber und kostet weniger als Flüssigseife. 

Dasselbe gilt für Shampoo. Zwar ist die Verwendung von Haarseife am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, nach einer Zeit macht sie das Haar aber ebenso geschmeidig wie in Plastik verpacktes Shampoo mit unzähligen Inhaltsstoffen. Haarseife ist zwar in der Anschaffung meist teurer, nach meiner eigenen Erfahrung aber auch ergiebiger.

Auch bei Zahnbürsten kannst du Plastik einsparen. Statt der herkömmlichen Handzahnbürste kannst du dich entweder für ein elektrisches Gerät entscheiden, bei dem du zwar immer noch den Aufsatz wegschmeißen musst, dieser aber nur etwa ein Drittel einer normalen Zahnbürste ausmacht. Du kannst aber auch zu einer Bambuszahnbürste greifen, die es mittlerweile an jeder Ecke zu kaufen gibt – und komplett plastikfrei ist.

Weitere Tipps für die Reduzierung von Plastikmüll im Bad findest du hier.

5. Reparieren statt wegschmeißen

Wir sind es gewohnt, all unsere Bedürfnisse auf der Stelle erfüllen zu können. Zumindest wenn es um etwas geht, das in unserem preislichen Rahmen liegt und käuflich erwerbbar ist. Deshalb neigen wir dazu, kaputte Produkte wegzuschmeißen und neu zu kaufen, statt uns die Mühe zu machen, sie zu reparieren. 

Besonders wenn es um Elektroschrott geht, produzieren wir jährlich eine beachtliche Menge. Hast du schon einmal etwas von Repair-Cafés gehört? Dort kannst du deine kaputten Geräte hinbringen und ehrenamtliche Arbeiter reparieren sie dir – du musst nur die Materialkosten tragen. 

Auch im Bereich Mode können wir alle nachhaltiger und günstiger Handeln. Internetplattformen, wie etwa Kleider- oder Mamikreisel, ermöglichen es uns selbst die neuesten Modetrends Second-Hand zu Schnäppchenpreisen zu ergattern. Und auch das Stöbern auf Flohmärkten und Second-Hand Läden kann so einige Schätze zum Vorschein bringen – und löst noch dazu ein viel größeres Glücksgefühl aus, als wir es beim Kauf von Kleidung in überfüllten Markenläden haben können.

Sollten dir die 37 Kilogramm Plastikverbrauch pro Kopf noch nicht aussagekräftig genug gewesen sein, folgen hier noch ein paar Fakten zum Thema Plastikkonsum in Deutschland:

  • Die 37 Kilogramm des pro Kopf Verbrauchs beziehen sich im Übrigen nur auf den Verpackungsmüll – Produkte, die aus Plastik bestehen und entsorgt werden, sind nicht mit eingerechnet
  • Vor Deutschland produzieren nur Estland, Luxemburg und Irland mehr Plastikmüll, wir stehen also auf Platz 4 der Verbraucherliste
  • Im Jahr werden in Deutschland etwa 6 Milliarden Plastiktüten verbraucht, ihre Lebensdauer beträgt im Durchschnitt nur 25 Minuten
  • Weniger als die Hälfte (42%) des Plastikmülls wird recycelt
  • Jeder von uns kann etwas tun!
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