Verbrauchertipps

​Deshalb solltest du die Finger von Nutella, Mars und Prinzen Rolle lassen!

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Palmöl ist das meist genutzte Öl der Welt - und gleichzeitig das meist Umstrittene

Das Öl, das aus den Früchten der Ölpalme gewonnen wird, ist in vielen Produkten in unseren Supermärkten zu finden. Dabei steht es schon seit einiger Zeit in harter Kritik, da der An- und Abbau nicht nur einen erheblichen Schaden in der Natur anrichtet sondern auch der Verzehr starke gesundheitliche Folgen haben kann.

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Das ökologische Problem mit Palmöl

Die Produktpalette ist endlos. Fertigprodukte, Kosmetikartikel, Süßspeisen und Brotaufstriche – überall ist das günstige Öl zu finden. Etwa 19 Millionen Hektar rund um den Äquator dienen laut der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF mittlerweile für den Anbau der Ölpalmen. Und die Fläche reicht der Industrie noch immer nicht.

Immer mehr Regenwald muss weichen, um Platz für neue Plantagen zu schaffen. Durch die entstehenden Monokulturen kommt es zu ökologischen Problemen. Bedrohte Tierarten wie der Orang-Utan oder der Tiger müssen weichen, verlieren Lebensraum und ihre Zahl schrumpft immer weiter.

Das gesundheitliche Problem mit Palmöl

Ein Testbericht von Greenpeace brachte erschreckende Zahlen an die Öffentlichkeit, die jedem von uns zu denken geben sollten. In ihrem Versuch untersuchten sie eine Reihe von Markenprodukten aus dem Supermarkt, die Palmöl enthalten. In allen Produkten konnten Schadstoffe gefunden werden. Problematisch ist besonders raffiniertes Palmöl, da bei dem Vorgang erst die gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Deshalb sollte beim Kauf darauf geachtet werden, um welche Art von Palmöl es sich im Produkt handelt. Grundsätzlich gilt, das günstigere Produkte meist aus schlecht raffiniertem Palmöl bestehen und daher gesundheitsschädlicher sind als die mit guter Qualität.

Während das gefundene 3-MCPD als möglicherweise krebserregend eingestuft wird, ist das gefundene Glycidol sogar als wahrscheinlich krebserregend ausgewiesen. Bei beiden Stoffen sollte die Einnahmemenge so minimal wie möglich gehalten werden.

Durch den Konsum verschiedener palmölhaltiger Produkte, steigt der Wert der Schadstoffe, die wir Tag für Tag zu uns nehmen schnell in bedenkliche Höhen. Besonders bei Kleinkindern und jungen Menschen sollte darauf geachtet werden, dass der Konsum von Palmöl so gering wie möglich gehalten wird. Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster warnt vor drastischen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Für die gesundheitsgefährdenden Stoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Ester, die bei der Raffination von Palmöl entstehen, gibt es bislang keine gesetzlichen Grenzwerte. Das ist grob fahrlässig.

Die Folgen von regelmäßigem Konsum von Palmöl sind nicht nur verschlechterte Blutfettwerte. Auch das Krebsrisiko steigt und ab einer bestimmten Dosierung konnten in Tierversuchen vermehrt Tumore festgestellt werden. Außerdem kann das Erbgut durch die Schadstoffe geschädigt werden.

Was kann man tun?

In erster Linie solltest du bewusst mit dem Thema Palmöl umgehen, die Gefahren kennen und vor allem wissen, wo sich das Öl überall versteckt. WWF zufolge solltest du das Öl nicht vollständig boykottieren sondern darauf achten, Produkte aus nachhaltigem Anbau zu kaufen. Alternative Pflanzenöle brauchen nämlich mehr Fläche als Palmöl.

Durch einen achtsamen Konsum des Öls tust du nicht nur der Umwelt etwas Gutes. Du achtest auch bewusster auf die Menge, die du an Palmöl und den einhergehenden schädlichen Stoffen zu dir nimmst und tust dir und deiner Gesundheit einen großen Gefallen.  

Diese Palmölprodukte solltest du meiden

  • Nutella, auch wenn es für viele zu einem guten Start in den Tag dazu gehört – es gibt Alternativen!
  • Schokoriegel wie zum Beispiel Mars – auch hierfür gibt es etliche gesündere Alternativen
  • Tütensuppen enthalten meistens Palmöl – die „frische“ Alternative aus dem Glas hat oft weniger Inhaltsstoffe und du vermeidest noch dazu Plastikmüll
  • Besonders Knuspermüsli wird oft mithilfe von Palmöl hergestellt – aber auch hier finden sich im Supermarktregal etliche Alternativen ohne Palmöl
  • Schokokekse wie Prinzenrolle gehören auch dazu - doch es finden sich sicher andere Kekse, die vielleicht sogar Potentail zur neuen Lieblingssüßigkeit haben

Auch wenn die Umstellung zu nachhaltigem Palmöl sicher nicht einfach ist und es immer wieder kleinere Anstrengungen erfordert, sollte es sich für jeden lohnen. Denn uns liegt ja nicht nur unsere Umwelt am Herzen sondern ganz besonders unsere Gesundheit.

Übrigens, auch der gute Ruf des „Superfoods“ Kokosöl wurde mittlerweile überholt.
 

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