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Rhein-Neckar

Ouro Zato darf vorerst bleiben

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Rechtsanwalt aus Mönchengladbach hilft

Da er durch Zufall Radio Regenbogen hörte, erfuhr Rechtsanwalt Guido Kamp aus Mönchengladbach vom Fall Mouhamadou Ouro Zato vom PSV Mannheim. Der togolesische Flüchtling sollte nach Italien abgeschoben werden.

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Kamp war beruflich in Wiesbaden unterwegs, um eben auch über eine Abschiebung eines Flüchtlings nach Italien zu verhandeln. Auf der Rückfahrt wollte er seinen Stammsender aus NRW hören, doch die Frequenz lieferte ihm das Programm von Radio Regenbogen ins Auto. Hier erfuhr der 42-jährige, dass es Probleme mit Ouro Zato gebe. Denn sein Fußballverein PSV Mannheim machte mit einer Petition auf die bevorstehende Abschiebung aufmerksam. Kamp meldete sich daraufhin beim Trainer des PSV und bot seine Hilfe an.
 

Wir haben dann erstmal die zuständigen Stellen wie das Ausländeramt, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, sowie das Regierungspräsidium in Karlsruhe kontaktiert und nicht nur auf die tollen Integrationsleistungen von Mouhamadou hingewiesen, sondern auch auf die aus meiner Sicht in Italien bestehenden systemischen Schwachstellen des dortigen Asylverfahrens. Die aus meiner Sicht dazu führen müssen, dass Deutschland im nationalen Verfahren über den Asylantrag meines Mandanten entscheiden müssen.

 
Sagte Rechtsanwalt Guido Kamp im Radio Regenbogen Interview. Nun hat das Regierungspräsidium Karlsruhe gesagt, dass aufgrund von organisatorischen Gründen die Überstellung nach Italien nicht stattfinden konnte. Kamp dagegen sagte, dass eine Abschiebung nach Italien auch kurzfristig geschehen könne. Das habe er schon erlebt in seiner Karriere als Rechtsanwalt. Vielmehr glaubt Guido Kamp, dass der öffentliche Druck durch verschiedene Medienberichte und auch der Online-Petition, die über 40.000 Unterschriften gesammelt hatte, zu groß war.

Was rät Kamp?
Damit Mouhamadou Ouro Zato auch weiterhin in Deutschland bleiben darf, dafür rät Kamp dem Togolesen, dass er in seinem Interview mit dem Bamf (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) die Gründe für sein Verlassen des Togos deutlich macht. Auch solle er sich weiterhin gut einbringen in Deutschland und die deutsche Sprache lernen.

Durch einen unbefristeten Arbeitsvertrag und seinen tollen Einsatz beim PSV Mannheim hat er es meines Erachtens schon gezeigt, dass er es ernst meint.  

Für den Fall, dass das Bundesamt den Asylantrag ablehnt, geht Kamp davon aus, dass spätestens das zuständige Verwaltungsgericht den Antrag aufheben wird und Ouro Zato die Flüchtlingseigenschaft zusprechen wird. Zum Abschluss des Interviews bedankte sich Rechtsanwalt Guido Kamp bei allen Unterstützern und Befürwortern des Togolesen Mouhamadou Ouro Zato.  
 

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