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Gesundheit

Starke Frauen im Interview: Simone

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"Für andere dreht sich die Welt weiter und für dich bleibt sie stehen."

​Bei Frauen ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung. In Deutschland bekommen pro Jahr rund 71.000 Frauen die Schockdiagnose. Das heißt: Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Simone ist eine von ihnen.

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Mit unserer Kampagne „Gemeinsam gegen Brustkrebs“  möchten wir auf die Krankheit aufmerksam machen und Betroffenen eine Plattform bieten, um ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen und diesen in einer schweren Zeit Mut zu machen.

Starke Frauen im Interview: Simone | #GemeinsamGegenBrustkrebs, von kbaumann

Simone war ab ihrem 18. Lebensjahr regelmäßig bei der Krebsvorsorge für Unterleibs- und Brustkrebs. Allerdings wurde nie ein Ultraschall der Brust gemacht, sondern nur abgetastet - schließlich hatte sie nie irgendwelche Beschwerden. Schließlich bekam sie dann eine „Einladung“ zur Mammographie. Die bekommt in Deutschland jede Frau, die über 50 Jahre alt ist.

Danach dann der Schock für Simone. Der Frauenarzt bei der Früherkennungsmammographie sagte ihr, sie solle nach der Untersuchung noch mal zurückkommen und jemanden mitbringen. Da war klar, dass das nichts Gutes heißen würde. Ultraschall und Biopsie ergaben zuerst, dass der Tumor sehr groß und aggressiv war. Später dann: er sei relativ harmlos aber groß. Und schließlich wieder, doch aggressiv.

Ein ewiges hin und her, dass sie sehr belastete. Vor allem der Moment der Diagnose war schlimm:

„Für andere dreht sich die Welt weiter und für dich bleibt sie stehen“

Zuerst fiel sie in ein ganz tiefes Loch. Unterstützung bekam sie von ihrem Mann. Die beiden sind 23 Jahre verheiratet und haben die Zeit gemeinsam durchgestanden. Er begleitete Simone zu fast jedem Arzttermin und war ihr eine große Stütze. Beide sind, so Simone „ein richtiges Team“.

Nach der Diagnose folgte zum Glück eine brusterhaltende Operation – danach erst die Bestrahlung. Die war für Simone aber alles andere als leicht. Sie erlitt starke Verbrennungen, eher selten bei Patientinnen. Noch zwei Wochen danach hatte sie offene Brandwunden.

„Ein ganz schöner Spaziergang war das nicht.“

Für Simone ist es wichtig, sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen. Auch hat sie eine Patientenverfügung aufgesetzt. Ihr Wunsch für die Zukunft: So etwas sollte verpflichtend sein, ähnlich wie es momentan mit dem Organspendeausweis diskutiert wird.

Anderen Betroffenen rät sie, sich selbst vor allem  mit dem Thema auseinander zu setzen. Da helfen Facebookgruppen oder zertifizierte Brustzentren. Man dürfe sich nicht auf jeden Arzt verlassen, so Simone. Und ganz wichtig: Immer schön mit Block und Stift bei den Ärzten sein, um Fragen zu stellen.

Im Interview spricht sie mit uns darüber, was sie aus der Zeit mit dem Krebs positiv in Erinnerung geblieben ist, wie Freunde reagiert haben und ganz wichtig: was sie sich in Bezug auf Brustkrebs für die Zukunft wünschen würde.

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