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Gesundheit

Trockene Heizungsluft – so wirkt sie sich auf die Gesundheit aus

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Anzeichen richtig erkennen und bekämpfen

Besonders in den Wintermonaten ist die trockene Luft in geschlossenen Räumen ein großes Problem. Viele Menschen empfinden diese als unangenehm und können durch diese Trockenheit auch schnell krank werden. So erkennst du die Symptome von trockener Heizungsluft und was du dagegen tun kannst.

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Warum ist trockene Luft schlecht für die Gesundheit?
Der Grund, weshalb viele Menschen im Winter bei besonders trockener Heizungsluft schneller krank werden, liegt an Folgendem: Je trockener die Luft, desto mehr Staubpartikel schwirren in der Raumluft umher. Dabei fehlt das entscheidende staubbindende Element, Wasserdampf. Staubpartikel  agieren als Träger von schädlichen Partikeln in der Luft wie Bakterien, Viren und andere Mikroorganismen. Diese können dann mit jedem Atemzug in unseren Körper gelangen. So machst du deine Erkältung übrigens noch schlimmer!

Der menschliche Körper benötigt eine gewisse Auseinandersetzung mit solchen Mikropartikeln, damit wir unsere Abwehrkräfte stärken und dagegen immun bleiben können. Deshalb macht es auch keinen Sinn diese Partikel in der Luft absichtlich zu herauszufiltern, beispielsweise durch Luftvernebelung. Außerdem haben solche Maßnahmen nur kurzlebige Konsequenzen. Beim nächsten Öffnen des Fensters normalisiert sich der Zustand wieder.

Trockene Luft ist kein unmittelbarer Auslöser von Krankheiten, allerdings ist die Auswirkung der trockenen Luft auf die Gesundheit nachvollziehbar: Mit niedriger Feuchtigkeit in der Luft nimmt die Zahl der Grippeviren zu. Daher entsteht im Winter auch oftmals die sogenannte Grippewelle, eher als im Sommer.

Symptome schnell erkennen
Wenn die Luft zu trocken ist, zeigt sich das oftmals bereits vor einer Grippe mit bestimmten Krankheitssymptomen. Dabei ist es wichtig die ersten Anzeichen richtig zu erkennen:

  • Reizhusten
  • Trockener Mund und Rachen
  • Ständiger Durst
  • Augenreizungen, tränende Augen und Lichtempfindlichkeit
  • Sehr trockene Haut und Lippen
  • Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen
  • Staubbelastung der Atmungsorgane

Die Schleimhäute trocknen aus und die Immunkraft sinkt. Der Körper wird zum Angriffsziel für Viren und Bakterien. Vor allem Allergiker, Kinder und ältere Menschen bekommen die Symptome am ehesten zu spüren.

Was tun gegen trockene Luft?
Bei kalten Temperaturen und trockener Außenluft ist es oft schwierig gegen die Trockenheit vorzugehen. Mit ein paar einfachen Tricks kannst du allerdings das Infektionsrisiko minimieren

Luft befeuchten
Besonders wichtig ist es, die Luftqualität und vor allem die Luftfeuchtigkeit auf einen optimalen Wert zu bringen, um den Körper fit zu halten und die Entstehung von noch mehr schädlichen Viren und Bakterien in der Luft zu minimieren.

Im Innenraum sollte im optimalen Fall eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent herrschen. Das kann beispielsweise durch Pflanzen in der Wohnung oder kleine Wasserschalen auf der Heizung. Elektrische Luftbefeuchter werden gelegentlich empfohlen, allerdings gelten diese als Virenschleuder und sollten daher vermieden werden. Bildet sich an den Fenstern Kondenswasser, ist die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch. Regelmäßiges Stoßlüften sollte in beiden Fällen beachtet werden – auch bei eisigen Außentemperaturen. So kannst du auch auf richtiges und effizientes Heizen achten.

Auf Bakterien achten
Durch optimal befeuchtete Luft werden Grippeviren reduziert und die Leistungskraft des Immunsystems gestärkt. Durch trockene Luft trocknen allerdings die Schleimhäute und Augenschleimhäute aus, wodurch wir uns öfter unwillkürlich an die Augen fassen. So können Erkältungs-Bakterien schneller von den Händen über die Augenflüssigkeit in den Körper gelangen.

Daher sollte man beispielsweise am Arbeitsplatz, neben einer angemessenen Luftfeuchtigkeit der Arbeitsräume, auch auf eine regelmäßige Desinfektion von PC-Tastatur und Arbeitsmaterial geachtet werden. Außerdem sollte die Raumtemperatur im Büro bei nicht mehr als 20 Grad liegen, um ein angenehmes und leistungsfähigeres Arbeiten bei trockener Luft zu erleichtern.

Trinken, trinken, trinken!
Um den Feuchtigkeitsverlust der Schleimhäute entgegenzuwirken, ist es wichtig, viel Wasser zu trinken. Auch verschiedene Tee-Sorten und Schorlen halten die Schleimhäute befeuchtet, die hierdurch besser gegen die Viren in der Luft gewappnet sind.

Atemwege befeuchten
Das Befeuchten der Atemwege schützt die Schleimhäute vor dem Austrocknen und lindert das Kratzen im Hals. Besonders für Menschen mit Atemwegsbeschwerden ist eine sorgfältige Pflege in der trockenen Winterzeit zu empfehlen. Durch die regelmäßige Inhalation von steriler Kochsalzlösung mithilfe eines Verneblersystems, unterstützt die natürliche Selbstreinigung der Bronchien. Dadurch löst sich der Schleim und Krankheitserreger können besser hinausbefördert und abgehustet werden.

Auch können pflegende Nasensprays und Nasenspülungen die Nasenschleimhaut feucht halten und vor dem Austrocknen schützen. Diese sollten allerdings nur kurzfristig verwendet werden.

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